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Halifax und Umgebung

Noch war der Frühling nicht in Halifax angekommen, das spürten wir schon nach der Landung auf dem Weg in die Stadt. Man sah kaum spriessende Pflanzen und die Bäume waren alle noch kahl. Auch wenn der Himmel nur leicht bewölkt war, die kühlen Temperaturen und der frische Wind liessen uns frösteln.

Für die ersten paar Tage hatten wir uns einen Auto und ein Airbnb Zimmer nicht weit vom Stadtzentrum gemietet.  Da wir schon vor der Anreise wussten, dass das Schiff mit unserem Fahrzeug drauf frühestens am Mittwoch und nicht schon am Sonntag ankommen würde, hatten wir unsere Pläne angepasst. So oder so mussten wir uns länger als vorgesehen in Halifax aufhalten.

Wir unternahmen mit dem Mietwagen einen Ausflug nach Peggys Cove, den Ort vor dessen Küste 1998 die Swissair 111 ins Meer stürzte. Ein Memorial in einem kleinen, naturbelassenen Stück Land ausserhalb von Peggys Cove erinnert an das schreckliche Ereignis. Der Ort, er besteht nur aus ein paar wenigen Häusern, ist ein kleiner Fischerhafen. Noch war hier nichts los, die Saison startet in Nova Scotia erst anfangs Juni.

An einem der regnerischen Tage besuchten wir das Maritime Museum. Nebst Ausstellungsstücken zur allgemeinen, lokalen Schifffahrt, sind zwei Anlässen besondere Abteilungen gewidmet: Dem Untergang der legendären Titanic, denn Halifax war einer der nächstgelegenen Häfen zur Unfallstelle. In Halifax wurden dann auch über 100 meist nicht identifizierte Opfer beerdigt. Ein weiteres tragisches Unglück ereignete sich 1917. Es gab einen Zusammenstoss eines Frachtschiffes mit einem Munitionsschiff mitten im Hafen. Die gewaltige, darauf folgende Explosion riss über 2000 Menschen in den Tod und verwüstete ganze Quartiere der Stadt.

Unterdessen war klar geworden, dass sich die Ankunft der Atlantic Conveyor weiter verzögern würde und das Auto frühestens am folgenden Montag im Hafen abgeholt werden konnte. Da unser Zimmer uns nicht so lange zur Verfügung stand, mussten wir umziehen. Das stellte sich aber als Glücksfall heraus. Unsere neuen Gastgeber waren uns auf Anhieb sympathisch und wir fühlten und wie zu Hause. Wir durften die Küche und Wohnzimmer mitbenutzen und konnten so nach Belieben unsere Mahlzeiten zubereiten. Es ergaben sich gute Gespräche und interessante Diskussionen. Die Beiden, wie auch Jim, ein weiterer Untermieter, waren gut informierte und gesundheitsbewusste Leute, welche Wert auf gesunde Ernährung legen.

Am Samstag besuchten wir auf Anraten unserer Gastgeber den Farmersmarket am Ostende der Waterfront. In einer grossen Halle findet man verschiedenste Stände mit lokalen Lebensmitteln, Gemüse und Handwerk. Einem weiteren Vorschlag folgend, unternahmen wir einen weiteren Ausflug an die nahe Küste, nach Prospect. Dort angekommen wurden wir von einer dichten Nebelbank begrüsst. Als wir dann aber zurück in die Stadt fuhren, klarte der Himmel auf und wir konnten bei strahlendem Sonnenschein einen Spaziergang in einem stadtnahem Park und anschliessend auch noch einen Bummel an der Waterfront entlang machen, nach einer Woche Wolken und Regen, zeigte sich das Wetter zu unserem baldigen Beginn der Reise von der besseren Seite.

Dann endlich am Montag gings zur Spedition. Dort trafen wir auf eine ganze Reihe meist Deutscher Reisender, welche wie wir ihren Camper mit Seabridge nach Halifax verschifft hatten. Mit den Papieren zum Zoll, in ein paar Minuten einen Stempel abgeholt und zum Hafen um das Auto zu holen. Dort gab es zwar einen kleinen Stau, denn sicher über zwanzig Camper, so viele wie noch nie wurde uns gesagt, wollten von ihren Besitzern in Empfang genommen werden. Aber nach einer guten Stunde konnte unser Auto vom Zoll freigegeben werden. Schon während der Wartezeit hatte Ueli die Zwischenwand demontiert und die Nummernschilder angebracht. So konnten wir gleich losfahren. Als erstes ging es aber zum Tanken und anschliessend zum Flughafen, um den Mietwagen zu retournieren. Zurück in der Unterkunft räumten wir alles, was wir im Flugzeug mitgebracht hatten, ins Auto. Nach unserem ersten Grosseinkauf wurden auch die Lebensmittel verstaut und dann waren wir startklar.

Wir genossen es, noch einmal in einem warmen Zimmer zu schlafen, freuten uns aber gleichzeitig, dass es nun endlich losging. Eine Woche Halifax war lange genug, um die Stadt und die paar Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen.


Nova Scotia - Cap Breton

Nun waren wir also unterwegs - der Beginn einer grossen Reise. Noch konnten wir es nicht wirklich fassen, es fühlte sich erst mal an wie Ferien. Es wird wohl ein paar Wochen wenn nicht Monate dauern, bis wir angekommen sind.

Der Ostküste entlang fuhren wir nun nordwärts. Bald stellte sich auch in dieser Region heraus, dass die Saison noch nicht begonnen hatte: Infocenter, Provincialparks, Museen aber vor allem auch Campingplätze, waren noch geschlossen. Die erste Nacht verbrachten wir deshalb irgendwo im Wald draussen an einem sehr ruhigen Plätzchen!

Ein erster Höhepunkt sollte der Cabot Trail werden, eine landschaftlich schöne Strecke,welche uns ganz in den Norden von Nova Scotia brachte. Der Cap Breton National Park wird mit dieser Strasse erschlossen. Noch war er offiziell nicht geöffnet, die meisten Wanderwege waren aber begehbar. Auch in den Campingplätzen liess man uns grosszügigerweise übernachten. Die Einrichtungen waren zwar noch nicht zugänglich,  dafür mussten wir aber nichts bezahlen.

Eine kurze Wanderung führte uns auf die Middle Head Halbinsel hinaus. Überall keiften die Eichhörnchen und jagten sich die Bäume hoch ohne uns auch nur zu bemerken. Am Ende der Landzunge nisteten die grossen Möwen. Der bissige Wind drängte uns jedoch schnell wieder in den schützenden Wald zurück.

Die Nordspitze Nova Scotias ist nicht Teil des National Parks. Die Fischerei ermöglicht den Leuten in den kleinen Orten ein Auskommen. Die Hummersaison würde in wenigen Tagen beginnen, erzählten uns die Fischer. Sie dauert 8 Wochen und sichert den Männern einen Grossteil des Jahreseinkommens. Bis mehrere Hundert Hummerfallen werden dann ausgelegt und mit etwas Glück können sie ein kleines Vermögen verdienen. Allerdings bekommen die Fischer nur gerade 5 CAD pro Pfund, bis ins Restaurant in Europa verzwanzigfacht sich der Preis schliesslich.

Zurück im National Park unternahmen wir verschiedene kleine Wanderungen in immer wieder wechselnder Umgebung. Einmal durch eine Sumpflandschaft, voll mit insektenfressenden Pflanzen, dann wieder durch dichten Wald zu einem Wasserfall. Die längste Route war der Skyline Trail, welcher uns auf dem Hochplateau bis zu einem Ausblick auf die schöne Steilküste führte. Nur die angesagten Elche liessen sich noch nicht blicken.

Unser nächstes Ziel war die Bay of Fundy, berühmt durch die unglaublich grossen Ebbe und Flut Unterschiede. Bis 16 Meter werden gemessen. Als wir in Truro ankamen, war das Wetter angenehm warm und sonnig. Eigentlich hätten wir dort eine Tidal Bore beobachten wollen, eine Welle welche durch die steigende Flut entsteht, wenn sie sich den Weg flussaufwärts bahnt. Aber die Flut war erst am späten Abend zu erwarten, so dass wir sie wohl oder übel unbeobachtet liessen.

Wir suchten an der Küste nach einem Übernachtungsplatz, aber leider war diese entweder nicht zugänglich oder ein Haus war am Ende der Strasse. Schliesslich fanden wir einen schönen, privaten Campingplatz,  wo wir direkt an einem Fluss stehen konnten. Es war das erste Mal so warm, dass wir bis nach sechs Uhr draussen die Sonne genossen. Sobald diese jedoch hinter den Bäumen verschwand, wurde es schnell wieder kühl.

Der nächste Morgen war dann grau und neblig und es regnete zum Teil heftig. Daher fiel die Fahrt der Küste entlang sprichwörtlich ins Wasser und die Sicht wurde durch den dichten Nebel getrübt.  In Parrsboro besuchten wir das geologische Museum. In dieser Gegend wurden unzählige Fossilien gefunden, welche die Geschichte der letzten 300 Millionen Jahre erzählen. Das kleine Museum zeigt aufschlussreich die Entstehung des Lebens auf unserem Planeten.

Einen weiteren Halt legten wir in Joggins ein. Dort ist ein 15 Km langer Küstenabschnitt als UNSESCO Kulturerbe deklariert. Noch heute denn findet man dort unzählige Spuren längst vergangener Tier- und Pflanzenarten. Da es schon wieder wie aus Kübeln schüttete, sassen wir bald wieder im warmen Auto.


New Brunswick, Quebec und Ontario

New Brunswick empfing uns mit weiterhin unfreundlichem Wetter. Bei solchen Aussichten war es sicher eine gute Idee, einem der wohl coolsten Läden Nordamerikas einen Besuch abzustatten. Ueli war schon im Vorfeld der Reise beim Recherchieren auf die Ladenkette Bass Pro Shop gestossen. Da in Moncton eine Filiale betrieben wird, hatte er vorsorglich den Standort markiert. Diese Kette vertreibt, wie viele andere Läden, alles was der Outdoorfreund begehrt. Bass Pro unterscheidet sich aber dadurch, dass sowohl aussen wie auch im Ladeninneren alles phantastisch dekoriert ist. Man wundert sich aber schon, was so alles zum Jagen, Fischen und Campieren angeboten wird. Jagdwaffen von der Flinte bis zum Jagdpfeilbogen, ist alles erhältlich. Auch zum Verarbeiten der Beute kann man alles erdenkliche kaufen.

Einen Zwischenhalt legten wir im Kouchibouguac National Park ein. Obwohl auch dieser offiziell noch geschlossen war, konnten wir doch die verschiedenen Wanderwege nutzen. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Da der Park am Meer liegt, hat es entsprechende Küstenlandschaften. Im Sommer muss hier die Hölle los sein, denn die Parkplätze sind riesig. Wir waren allein und genossen die mystische Stimmung bei nebligem Wetter. Im Landesinnern bietet der Park Sumpflandschaften, dichte Tannenwälder und alte Baumbestände, obwohl in dieser Gegend im 19. Jahrhundert viele Bäume geschlagen wurden, um Masten für die englischen Segelschiffe zu fertigen.

Durch eine weitgehend unbesiedelte Landschaft führte unsere Route nun von Miramichi nach Westen. Für fast 150 km gibt es hier weder Ortschaften noch Infrastruktur. Das Gebiet wird vor allem forstwirtschaftlich genutzt, aber ein guter Teil davon wurde als Wildnis ausgewiesen. Beides hat zur Konsequenz, dass man kaum irgendwo von der Strasse wegkommt. Uns war das aber ziemlich egal, denn das Wetter lud definitiv nicht zum Verweilen ein.

In Grand Falls machten wir einen Fotohalt, um die gewaltigen Wasserfälle zu besuchen. Es sollen nach den Niagarafällen die zweitgrössten Nordamerikas sein. Nun suchten wir einen Platz zum Übernachten und da Ueli Geburtstag hatte, die Möglichkeit auswärts essen zu gehen. Wir fanden schliesslich einen, ja genau, noch geschlossenen Camping. Es wurde aber extra für uns ein WC geöffnet so dass wir trotzdem übernachten konnten. Sogar ein Restaurant wäre vor Ort gewesen, aber nach einem Blick auf die Speisekarte beschlossen wir doch lieber selber zu kochen.

Am nächsten Morgen dann die grosse Überraschung: Die Landschaft und unser Camper waren tief verschneit! Bis fast an den St. Lorenz Strom hinunter war die Strasse schneebedeckt. Wir folgten dem mächtigen Fluss stromaufwärts Richtung Quebec. Erst noch auf der Autobahn, als das Wetter etwas aufklarte jedoch dem Highway 132 entlang, welcher durch kleine Dörfer mit vielen hübschen Häusern führt.

In Levis wollten steuerten wir einen Campingplatz an, von welchem aus dort wir mit der Fähre direkt in die Altstadt Quebecs übersetzen zu könnten. Da dieser aber nicht nur teuer, sondern auch noch an einer lauten Strasse lag, entschlossen wir uns in der Nähe ein Zimmer zu nehmen. Zu unserer Überraschung war dieses sogar mit einer grossen Jacuzzi Badewanne ausgestattet. Wir genossen ein heisses Bad, den Abend im warmen Zimmer und schnelles Internet.  Wir müssen ja schliesslich niemandem beweisen, dass wir richtige Abenteurer sind, welche auch dem scheusslichsten Wetter trotzen können.

Am nächsten Morgen sollte das Wetter gegen Mittag bessern und so schliefen wir erst mal gemütlich aus und fuhren dann über die alte Stahlbrücke nach Quebec hinüber. Am alten Hafen liessen wir das Auto stehen und erkundeten die Altstadt zu Fuss. Es ist zwar nur noch ein sehr kleines Quartier des alten Quebec stehengeblieben, dieses ist aber sehr hübsch und man kann sich vorstellen wie es früher hier zu und her gegangen sein muss. Wir stiegen zu der alten Zitadelle hoch, von wo man den St. Lorenz Strom überschauen kann. Am Chateau Frontenac und anderen imposanten Gebäuden vorbei gelangten wir zum alten Hafen zurück. Dort besuchten wir die Markthalle, wo viele lokale und internationale Spezialitäten angeboten werden. 

Nun war es an der Zeit die Zivilisation wieder hinter uns zu lassen. Fährt man nach Westen zur Stadt hinaus, dauert es nicht lange und man taucht wieder in die Wälder Kanadas ein. Ein nächster Höhepunkt war der Mauricie National Park. Dieser ist bei den Einheimischen sehr beliebt und uns war auch bald klar weshalb. Die Strasse durch den Park war noch geschlossen, sollte jedoch am nächsten Morgen geöffnet werden. Wir richteten uns im Campingplatz ein und unternahmen von dort aus eine ausgedehnte Wanderung. Neben vielen Kleintieren und Vögeln sahen wir die ersten Wildblumen und gar eine Schlange welche die warmen Sonnenstrahlen genoss. Der Park bietet eine Vielzahl von Outdoor Aktivitäten, Wandern, Velorouten undim Sommer vor allem Kanufahrten auf den unzähligen Seen. Auch am nächsten Tag waren wir viel zu Fuss unterwegs, entlang der einzigen Strasse durch den Park hielten wir immer wieder an, um kleine Wanderung zu unternehmen.

Der Plan war dann, in den nächsten westwärts gelegenen Mt. Tremblant Nationalpark zu fahren. Wir wählten dazu erst mal eine Piste durch eine sogenannte Réserve Faunique, dem Wildreservat Mastigouche. Die Gebiete dienen primär der kontrollierten Jagd und Fischerei, aber es hat gibt viele, sehr schöne kleine Campingmöglichkeiten. Von dort wollten wir über den  Nordost Eingang in den Mt. Tremblant Nationalpark gelangen. Da dieser noch geschlossen war, umfuhren wir den Park auf der Nordseite, wiederum durch die riesige Réserve Faunique Rouge Matawin. Noch waren diese Gebiete kaum besucht und wir begegneten nur wenigen anderen Fahrzeugen. Kurz vor dem Ausgang der Réserve suchten wir uns einen Übernachtungsplatz, wunderschön an einem See gelegen. Bei unserer Ankunft war nur ein weiterer Camper da, später am Abend kam eine weitere Gruppe dazu. Ab dem folgenden Tag war der Platz jedoch ausgebucht: die Kanadier feierten das erste lange Weekend im Jahr, den Victoria Day oder heute auch Patriots Day genannt. Wir genossen die eine Nacht an diesem wunderschönen Ort. Eine grandiose Aussicht auf den See, in welchem sich nach dem Eindunkeln der Vollmond spiegelte. Vögel, Eichhörnchen und sogar ein grosser Feldhase unterhielten uns dabei.

Da es sich herausstellte, dass auch auf dieser Seite des Mt. Tremblant Nationalparks viele Pisten noch geschlossen waren und zudem die Campingplätze übervoll sein würden, verzichteten wir schliesslich auf den Besuch und fuhren südwärts Richtung Ottawa und damit in die Provinz Ontario. In Ottawa war die die Hölle los. Das warme Wetter und das lange Wochenende hatten tausende Besucher angelockt und so war es schwierig für uns einen Parkplatz zu finden. Beim By Market hielten wir im Parkverbot und schlenderten über den Markt. Ottawa bietet vor allem eine Vielzahl von Museen und diese interessierten uns weniger. So verliessen wir die Stadt bald wieder und fuhren an den St. Lorenz Strom hinunter. Ein Parkway führt der landschaftlich schönsten Strecke entlang, unter anderem auch durch den 1000 Island Nationalpark. Im Besucherzentrum informierten wir uns über Geschichte, Fauna und Flora. Überrascht hat uns, wie viele Schildkröten es hier gibt. Trotz den Feiertagen kamen wir im ersten angepeilten Campingplatz im Ivy Lea State Park unter.

 

 Am nächsten Tag starteten wir zur langen Fahrt nach Woodstock, wo wir Freunde besuchen wollten. Bevor wir aber auf die Autobahn wechselten fuhren wir auf Landstrassen dem St. Lorenz Strom, später dem Lake Ontario entlang. Kleine Städtchen und gepflegte alte Häuser säumten den Weg. Mit einer Fähre setzten wir auf eine grosse Halbinsel über, um dann wieder an die Ufer des Ontario Sees zu gelangen.

Wir verbrachten ein sehr ruhiges und entspanntes Wochenende mit den Mapplebecks. Bei bestem Wetter und angenehm warmen Temperaturen genossen wir es draussen zu sitzen und abends im Garten zu grillen. Am ersten Arbeitstag nach dem Victoria Day besuchten wir die E+H Niederlassung in Burlington, so dass Ueli seine Arbeitskollegen noch einmal sehen konnte. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem die Nordamerikavertretung der Runva Seilwinden. Ueli war beim Recherchieren darauf gestossen und so beschlossen wir, dort unser Stahlwindenseil gegen ein synthetisches ersetzen zu lassen. Das Seil inklusive Haken und Aluminiumführung kostete nur gerade 120 CHF - weniger als die Hälfte aller Angebote, welche in Europa zu finden sind.

Unseren nächsten und für den Moment letzten Halt in Kanada legten wir an den Niagara Falls ein. Bei  strahlendem Sonnenschein genossen wir die gewaltigen Wasserfälle. Wir hatten sogar das Glück, nur 100 m davon entfernt einen Parkplatz zu finden. Ignoriert man das ganze touristische Drum und Dran, ist es noch immer ein eindrückliches Naturschauspiel.

 

 

Da wir uns entschlossen hatten, die Great Plains auf der amerikanischen Seite zu durchqueren, war es nun Zeit, die Grenze in die USA zu überschreiten. Diese Routenführung hatten wir bevorzugt, da wir so die vielen schönen Sehenswürdigkeiten in South Dakota besuchen konnten. Zudem ist die Strecke durch die endlosen Landwirtschaftsgebiete einiges kürzer als in Kanada, und die Wälder- und Seenlandschaften Kanadas werden wir auf jeden Fall auf dem Weg nach Alaska wieder antreffen. 



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