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Mai 2016 - Halifax und Umgebung

Noch war der Frühling nicht in Halifax angekommen, das spürten wir schon nach der Landung auf dem Weg in die Stadt. Man sah noch kaum spriessende Pflanzen und die Bäume waren noch alle kahl. Auch wenn der Himmel nur leicht bewölkt war, die kühlen Temperaturen und der frische Wind liessen einem frösteln.

Für die ersten paar Tage hatten wir uns einen Mietwagen und ein Airbnb Zimmer nicht weit vom Stadtzentrum gemietet.  Da wir schon vor der Anreise wussten, dass das Schiff mit unserem Auto drauf frühestens am Mittwoch anstatt schon am Sonntag ankommen würde, hatten wir unsere Pläne angepasst. So oder so mussten wir uns länger als vorgesehen in Halifax vertrödeln.

Wir machten einen Ausflug nach Peggy’s Cove, das ist der Ort vor deren Küste 1998 die Swissair 111 ins Meer stürzte. Ein Memorial in einem kleinen, naturbelassenen Stück Land ausserhalb von Peggy’s Cove erinnert an das schreckliche Ereignis. Der kleine Ort, er besteht nur aus ein paar wenigen Häusern, ist ein kleiner Fischerhafen. Noch war hier nichts los, die Saison startet in Nova Scotia erst anfangs Juni.

An einem der regnerischen Tage besuchten wir das Maritime Museum. Nebst Ausstellungsstücken zur allgemeinen, lokalen Schifffahrt, sind zwei Anlässen besondere Abteilungen gewidmet: Dem Untergang der legendären Titanic, denn Halifax war einer der nächsten Häfen vom Unglücksort und hier wurden dann auch über 100 Opfer, meist auch noch nicht identifizierte, beerdigt. Ein weiteres tragisches Unglück ereignete sich 1917. Es gab einen Zusammenstoss eines Frachtschiffes mit einem Munitionsschiff mitten im Hafen. Die gewaltige, darauf folgende Explosion riss über 2000 Menschen in den Tod und verwüstete ganze Quartiere der Stadt.

Unterdessen war klar geworden, dass sich die Ankunft der „Atlantic Conveyor“ weiter verzögern würde und das Auto frühestens am folgenden Montag im Hafen abgeholt werden konnte. Da unser Zimmer uns nicht so lange zur Verfügung stand, mussten wir umziehen. Das stellte sich aber als Glücksfall heraus. Unsere neuen Gastgeber waren uns auf Anhieb sympathisch und wir fühlten und wie zu Hause. Wir durften die Küche und Wohnzimmer mitbenutzen und konnten so nach Belieben unsere Mahlzeiten zubereiten. Es ergaben sich gute Gespräche und interessante Diskussionen. Die Beiden, wie auch Jim, ein weiterer Untermieter, waren gut informierte und gesundheitsbewusste Leute, welche Wert auf gesunde Nahrungsmittel legten.

Am Samstag besuchten wir auf Anraten unserer Gastgeber den Farmersmarket am Ostende der Waterfront. In einer grossen Halle findet man verschiedenste Stände mit lokalen Lebensmitteln, Gemüse und Handwerk. Einem weiteren Vorschlag folgend, machten wir einen weiteren Ausflug an die nahe Küste, nach Prospect. Dort angekommen wurden wir von einer dichten Nebelbank begrüsst. Als wir dann aber zurück in die Stadt fuhren, klarte der Himmel auf und wir konnten bei strahlendem Sonnenschein einen Spaziergang in einem stadtnahem Park und anschliessend auch noch einen Bummel der Waterfront entlang machen, nach einer Woche Wolken und Regen, zeigte sich das Wetter zu unserem baldigen Beginn der Reise von der besseren Seite.

 

Dann endlich am Montag ging’s zur Spedition. Dort trafen wir auf eine ganze Reihe meist Deutscher Reisende, welche wie wir ihren Camper mit Seabridge nach Halifax verschifft hatten. Mit den Papieren zum Zoll, in ein paar Minuten einen Stempel abgeholt und zum Hafen um das Auto zu holen. Dort gab es zwar einen kleinen Stau denn so viele, nämlich sicher über zwanzig Camper, seien noch nie auf einmal angekommen. Aber nach einer guten Stunde konnte unser Auto freigegeben werden. Schon während der Wartezeit hatte ich die Zwischenwand demontiert und die Nummernschilder angebracht. So konnten wir auch gleich losfahren.
Als erstes ging es aber zum Tanken und anschliessend zum Flughafen um den Mietwagen zu retournieren. Zurück in der Unterkunft räumten wir das Auto reisefertig um und verstauten alles was wir im Flugzeug noch mitgebracht hatten.
Nach unserem ersten Grosseinkauf wurden auch noch die Lebensmittel verstaut. Dann waren wir startklar.
Wir genossen es noch einmal in einem warmen Zimmer zu schlafen, freuten uns aber gleichzeitig, dass es nun endlich losging, eine Woche Halifax reicht dann doch, so viel gibt es dort nämlich nicht zu sehen und zu tun.


Mai 2016 - Der Norden Nova Scotia's

So, nun waren wir also unterwegs, der Beginn einer grossen Reise. Noch konnten wir es nicht wirklich fassen, noch waren wir in „den Ferien“. Es wird schon noch ein paar Wochen, wenn nicht Monate dauern bis wir „angekommen“ sind.

Der Ostküste entlang fuhren wir nun nordwärts. Bald stellte sich auch in dieser Region heraus, dass die Saison noch nicht begonnen hatte: Infocenter, Provincialparks, Museen aber vor allem auch Campingplätze, alles noch geschlossen. Die erste Nacht verbrachten wir denn auch irgendwo im Wald draussen. Ein sehr ruhiges Plätzchen!

Ein erster Höhepunkt sollte der Cabot Trail, eine landschaftlich schöne Strecke welche uns ganz in den Norden Nova Scotia brachte. Der Cap Breton National Park wird mit dieser Strasse erschlossen. Aber noch war er offiziell nicht geöffnet, die meisten Wanderwege waren aber begehbar. Auch in den Campingplätzen war man grosszügig. Zwar waren die Einrichtungen noch nicht zugänglich, aber dafür mussten wir auch nichts bezahlen.

Eine kurze Wanderung führte uns auf die Middle Head Halbinsel hinaus. Überall keiften die Eichhörnchen und jagten sich die Bäume hoch ohne uns auch nur zu bemerken. Am Ende der Landzunge nisteten die grossen Möwen und der bissige Wind drängte uns schnell wieder in den schützenden Wald zurück.

Die Nordspitze Nova Scotias ist nicht Teil des National Parks. Einige kleine Fischerdörfer ermöglichen den Leuten ein Auskommen. Die Hummersaison würde in wenigen Tagen beginnen, erzählten uns die Fischer. Sie dauert 8 Wochen und sicher den Männern einen Grossteil des Jahreseinkommens. Bis mehrere Hundert Hummerfallen werden dann ausgelegt  und wenn sie Glück haben werden sie ein kleines Vermögen verdienen können. Allerdings bekommen die Fischer nur gerade 5 CAD pro Pfund, im Restaurant in Europa verzwanzigfacht sich der Preis schliesslich.

Zurück im National Park unternahmen wir verschiedene kleine Wanderungen in der immer wieder wechselnden Landschaft. Einmal durch eine Sumpflandschaft, voll mit insektenfressenden Pflanzen, dann wieder durch dichten Wald zu einem Wasserfall. Die längste Route war der Skyline Trail, welcher uns auf dem Hochplateau bis an die Küste führte, wo man schöne Ausblicke auf die Steilküste genoss. Nur die angesagten Elche liessen sich noch nicht blicken.

Unser nächstes Ziel war die Bay of Fundy, berühmt durch die unglaublich grossen Ebbe und Flut Unterschiede. Bis 16 Meter werden gemessen. Als wir in Truro ankamen war das Wetter angenehm warm und sonnig. Eigentlich hätten wir dort eine „Tidal Bore“ beobachten wollen, eine Welle welche durch die steigende Flut entsteht wenn sie sich den Weg flussaufwärts bahnt. Aber die Flut war erst am späten Abend zu erwarten, so dass wir sie wohl oder übel unbeobachtet liessen.

Wir suchten an der Küste nach einem Übernachtungsplatz, aber leider war diese entweder nicht zugänglich oder ein Haus war am Ende der Strasse. Schliesslich fanden wir aber einen schönen, privaten Campingplatz wo wir direkt am Fluss stehen konnten. Es war das erste Mal warm genug, dass wir bis nach sechs Uhr draussen an der Sonne sitzen konnten. Als aber die Sonne hinter den Bäumen verschwand wurde es wieder schnell kühl.

Der nächste Morgen war dann nur grau, neblig und es regnete zum Teil heftig. Daher fiel die Fahrt der Küste entlang sprichwörtlich ins Wasser. Sehen konnte man auch nichts, denn es lag zudem ein dichter Nebel über der Küste. In Parrsboro beuchten wir das geologische Museum. In der Gegend wurden unzählige Fossilien gefunden welche die Geschichte der letzten 300 Millionen Jahre erzählen. Das kleine Museum zeigt aufschlussreich die Entstehung des Lebens auf unserem Planeten.

 

Ein weiterer Halt machten wir in Joggins. Dort ist ein 15 Km langer Küstenabschnitt als UNESCO Kulturerbe deklariert, denn dort fand und findet man noch heute unzählige Spuren längst vergangener Tierarten und Pflanzen. Schon wieder schüttete es vom Himmel und so sassen wir bald wieder im warmen Auto.


Mai 2016 - New Brunswick, Quebec und Ontario

New Brunswick empfing uns mit weiterhin unfreundlichem Wetter. Bei solchem Wetter war es sicher eine gute Idee einem der wohl coolsten Läden Nordamerikas einen Besuch abzustatten. Ueli war schon im Vorfeld der Reise beim Recherchieren auf die Ladenkette „Bass Pro Shop“ gestossen. Da in Moncton eine Filiale betrieben wird, hatte er vorsorglich den Standort markiert. Diese Kette vertreibt, wie viele andere Läden, alles was der Outdoorfreund begehrt. Bass Pro unterscheidet sich aber dadurch, dass sowohl aussen wie auch im Ladeninneren alles phantastisch dekoriert ist. Man wundert sich aber schon was man so alles zum Jagen, Fischen und Campieren braucht oder eben nicht. Jagdwaffen von der Flinte bis zum Jagdpfeilbogen, die Angebote sind riesig. Aber auch wenn man dann Beute gemacht hat kann man alles erdenkliche Kaufen um die geschossenen Tiere und die gefangenen Fische weiterzuverarbeiten.

Einen Zwischenhalt legten wir im Kouchibouguac National Park ein. Auch wenn auch dieser noch geschlossen war, konnten wir doch die verschiedenen Wanderwege nutzen. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Da der Park am Meer liegt hat es entsprechende Küstenlandschaften. Im Sommer muss hier die Hölle los sein, denn die Parkplätze sind riesig. Wir waren allein und genossen die mystische Stimmung im nebligen Wetter. Aber auch im Landesinnern bietet der Park Sumpflandschaften, dichte Tannenwälder und alte Baumbestände auch wenn diese Gegend im 19. Jahrhundert vor allem auch genutzt wurde um Masten für die englischen Segelschiffe zu schlagen.

Durch eine weitgehend unbesiedelte Landschaft führte unsere Route nun von Miramichi nach Westen. Für fast 150 km gab es hier weder Ortschaften noch Infrastruktur. Das Gebiet wird vor allem forstwirtschaftlich genutzt, aber ein guter Teil davon wurde als Wildnis ausgewiesen. Beides hat zur Konsequenz, dass man auch kaum irgendwo von der Strasse wegkommt. Uns war das aber ziemlich egal, denn das Wetter lud definitiv nicht zum Verweilen ein.

In Grand Falls machten wir einen Fotostop um die gewaltigen Wasserfälle zu besuchen. Es sollen nach den Niagarafällen die zweitgrössten Nordamerikas sein. Nun suchten wir einen Platz zum Übernachten und da Ueli auch noch Geburtstag hatte, die Möglichkeit auswärts essen zu gehen. Wir fanden schliesslich einen, ja genau, noch geschlossenen Camping, welcher aber extra für uns ein WC öffnete und uns übernachten liess. Sie hätten sogar ein Restaurant gehabt, aber ein Blick auf die Speisekarte trieb uns schnell in die Bordküche.

Am nächsten Morgen dann die grosse Überraschung: Die Landschaft und unser Camper war tiefverschneit! Bis fast an den St. Lorenzstrom hinunter war die Strasse schneebedeckt. Wir folgten dem mächtigen Fluss stromaufwärts Richtung Quebec. Erst noch auf der Autobahn, als das Wetter etwas aufklarte dem Hyw 132 entlang, durch kleine Dörfer mit vielen hübschen Häusern.

In Levis wollten wir auf einen Campingplatz um dann von dort aus mit der Fähre direkt in die Altstadt Quebec’s übersetzen zu können. Am Ende entschlossen wir uns ein Zimmer zu nehmen und wie der Zufall so spielt hatte dieses sogar eine grosse Jacuzzi Badewanne. Wir genossen es ein heisses Bad zu nehmen, in einem warmen Zimmer den Abend zu verbringen und im schnellen Internet zu surfen.  Wir müssen ja schliesslich niemandem beweisen, dass wir richtige Abenteurer sind welche auch dem scheusslichsten Wetter trotzen.

Am nächsten Morgen sollte das Wetter gegen Mittag bessern und so schliefen wir erst mal gemütlich aus und fuhren dann über die alte Stahlbrücke nach Quebec hinüber. Am alten Hafen liessen wir das Auto stehen und erkundeten die Altstadt zu Fuss. Es ist zwar nur noch ein sehr kleines Quartier des alten Quebec stehengeblieben, dieses ist aber sehr hübsch und man kann sich vorstellen wie es früher hier zu und her gegangen sein muss. Wir stiegen zu der alten Zitadelle hoch von wo man den St. Lorenzstrom überschauen kann. Am Chateau Frontenac und anderen imposanten Gebäuden vorbei gelangten wir zum alten Hafen zurück. Dort besuchten wir die Markthalle, wo viele lokale und internationale Spezialitäten angeboten werden.

 

Nun war es an der Zeit die Zivilisation wieder hinter uns zu lassen. Fährt man nach Westen zur Stadt hinaus dauert es nicht lange und man taucht wieder in die Wälder Canadas ein. Ein nächster Höhepunkt war der Mauricie National Park. Dieser ist bei den Einheimischen sehr beliebt und uns war auch bald klar wieso. Die Strasse durch den Park war nicht geschlossen, aber am nächsten Morgen sollte sich geöffnet werden. Wir richteten uns im Campground ein und unternahmen von dort aus eine ausgedehnte Wanderung. Neben vielen Kleintieren und Vögeln, sahen wir die ersten Wildblumen und gar eine Schlange welche die warmen Sonnenstrahlen genoss. Der Park bietet eine Vielzahl von Outdoor Aktivitäten, Wandern, Velorouten, im Sommer vor allem auch Kanurouten auf den unzähligen Seen. Auch am nächsten Tag waren wir vor allem zu Fuss unterwegs, entlang der einzigen Strasse durch den Park hielten wir immer wieder an um kleine Wanderung zu unternehmen.

Der Plan war dann in den nächsten, westwärts gelegenen Mt. Tremblant NP zu fahren. Wir wählten dazu erst mal eine Piste durch eine sogenannte Reserve Faunique, die Reserve Mastigouche. Die Gebiete dienen primär der kontrollierten Jagd und Fischerei, aber es hat auch viele sehr schöne kleine Campingmöglichkeiten. Danach wollten wir über den  NO Eingang in den Mt. Tremblant NP gelangen. Dieser war dann aber geschlossen und so umfuhren wir den Park auf der Nordseite, wiederum durch die riesige Reserve Faunique Rouge Matawin. Noch waren diese Gebiete kaum besucht und wir begegneten denn auch kaum anderen Fahrzeugen. Kurz vor dem Ausgang der Reserve suchten wir uns eine Campsite, wunderschön an einem See gelegen. Nur ein weiterer Camper war schon da, eine weitere Gruppe kam spät abends noch an, aber ab dem nächsten Tag war der Platz ausgebucht: die Kanadier feierten das erste lange Weekend im Jahr, den Victoria oder Heute auch Patriots Day genannt. Wir genossen aber in der Folge diesen wunderschönen Ort. Eine grandiose Aussicht auf den See, in welchem sich nach dem Eindunkeln der Vollmond spiegelte. Vögel, Eichhörnchen und sogar ein grosser Feldhase unterhielten uns.

Da es sich herausstellte, dass auch auf dieser Seite des Mt. Tremblant NP viele Pisten noch geschlossen waren und zudem die Campingplätze übervoll werden würden, verzichteten wir schliesslich auf den Besuch und fuhren südwärts Richtung Ottawa und damit Ontario. In Ottawa war die die Hölle los. Das warme Wetter und das lange Wochenende hatte tausende Besucher angelockt und so war es schwierig für uns einen Parkplatz zu finden. Beim By Market hielten wir im Parkverbot und schlenderten über den Markt. Ottawa bietet vor allem eine Vielzahl von Museen und diese interessierten uns weniger. So verliessen wir die Stadt bald wieder und fuhren an den ST. Lorenzstrom hinunter. Ein Parkway führt der landschaftlich schönsten Strecke entlang unter anderem auch durch den 1000 Island NP. Im Visitorcenter informierten wir uns über Geschichte, Fauna und Flora. Überrascht hat uns wie viele Schildkröten es hier gibt. Trotz den Feiertagen kamen wir im ersten angepeilten Campingplatz der Ivy Lea State Park unter.

 

Am nächsten Tag machten wir uns auf die lange Fahrt nach Woodstock, wo wir Freunde besuchen wollten. Bevor wir aber auf die Autobahn wechselten fuhren wir auf Landstrassen dem Lorenzstrom, später dem Lake Ontario entlang. Kleine Städtchen und gepflegte alte Häuser säumten den Weg. Mit einer Fähre setzten wir auf eine grosse Halbinsel über um dann wieder an die Ufer des Ontario Sees zu gelangen.

Wir verbrachten ein sehr ruhiges und entspanntes Wochenende mit dem Mapplebeck’s. Bei bestem Wetter und angenehm warmen Temperaturen genossen wir das draussen sitzen und das abendliche Grillen im Garten. Am ersten Arbeitstag nach dem Victoria Day besuchten wir die E+H Niederlassung in Burlington so dass Ueli seine Arbeitskollegen noch einmal sehen konnte. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem die Nordamerikavertretung der Runva Seilwinden. Ueli hatte das beim Recherchieren herausgefunden und so schauten wir dort noch rein und liessen unser Stahlwindenseil gegen ein synthetisches ersetzen. Das Seil inklusive Haken und Aluminiumführung kostete nur gerade 120 CHF weniger als die Hälfte aller Angebote welche in Europa zu finden sind.

Unser nächster und für den Moment letzter Halt in Kanada machten wir an den Niagara Falls. Bei  strahlendem Sonnenschein genossen wir die gewaltigen Wasserfälle. Wir hatten sogar das Glück nur 100 m davon entfernt einen Parkplatz zu finden. Ignoriert man das ganze touristische Drum und Dran ist es noch immer ein eindrückliches Naturschauspiel.

 

Da wir uns entschlossen hatten, die „Great Plains“ in den USA zu durchqueren, machten wir uns nun daran die Grenze in die USA zu überschreiten. Diese Routenführung hatten wir bevorzugt, da wir so die vielen schönen Sehenswürdigkeiten in South Dakota besuchen konnten. Zudem ist die Strecke durch die endlosen Landwirtschaftsgebiete einiges kürzer als in Kanada und die Wälder und Seen Landschaft Kanadas werden wir auf jeden Fall auf dem Weg nach Alaska wieder begegnen.

 



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