Etappe 7: Lugano-Zermatt****

Link zu Google Maps: >LINK<

Streckenlänge:

300 Km (ohne Abstecher)

Empfohlene Dauer:

Minimum 3 Tag

Empfohlen 4 Tage (Highlights)

Ideal 5-7 Tage

Highlights: 

Maggia und Verzasca Tal, Gotthard Pass, Aletsch Gebiet, Zermatt

Startpunkt:

Parkplatz Lugano 

Endpunkt:

Parkplatz Täsch

WEITERFAHRT

Von Lugano auf den Monte Ceneri und hinunter in die Magadino Ebene.

Ausflug zum Monte Tamaro***

Von Rivera aus geht es mit der Gondelbahn hoch zur Alpe Foppa

·        Sommerfahrplan 8:30-18 Uhr durchgehend, Erw. retour 28 CHF / Halbtax.

Wandermöglichkeiten (siehe Option unten) Restaurant, Abenteuer und Besichtigung der Mario Botta Kirche. >LINK<

 

Wanderung Monte Tamaro (Karte und Info)***

Von der Alpe Foppa eine Rundwanderung zum Mte. Tamaro.

 

9 km / 720 Hm / 3h 35 (eine längere Wanderung ohne Bahn siehe unten)

Abstecher Indemini**

Auf dem Weg nach Locarno biegen wir bei Quartino Richtung Gambarogno ab. Von Vira führt eine schmale Bergstrasse nach Indemini hoch.

Bevor wir aber hochfahren lohnt sich der Abstecher zum botanischen Garten von Gambarogno. Dieser liegt oberhalb des Ortes Piazzogna, erreichbar von Vira (Abzweigung von der Indemini Strasse oberhalb des Ortes)

Botanischer Garten Gambarogno**

Die grosse Anlage zeigt auf 25‘000 m2 unzählige Pflanzen und Bäume in schöner Umgebung und mit Blich auf den Lago Maggiore. Vor allem im Frühjahr viele blühende Büsche und Pflanzen. >LINK<

  •  Offen täglich 9-18 Uhr
  • Eintritt Ab 14 J. 5 CHF 

Rundwanderung Monte Tamaro (Karte)***

Von der Alpe die Neggio kann man über den Monte Tamaro auf die Alpe Foppa wandern. Dort die bekannte Kapelle von Mario Botta und ein Restaurant. Der erste Teil des Weges zurück erfolgt über die Alpe Duragno und trifft bei Ul Mött Tund auf den Hinweg. Von dort gleicher Weg bis Alpe de Neggia.

 

14 km / 1160 Hm / 5h 45 (Information)


Indemini**

Parkplatz eingangs Dorf. Das kleine Bergdorf liegt an der Grenze zu Italien. Die alten Granithäuser und engen Gassen laden zu einem Spaziergang ein. Ein verschlafener Ort.

 

Danach auf demselben Weg zurück nach Quartino und weiter nach Locarno

Locarno***

Parken kann man beim Bahnhof.

Madonna del Sasso***

Nicht weit vom Bahnhof kann man mit einer Standseilbahn zur Klosteranlage Madonna del Sasso hochfahren. Parallel zur Bahn ist auch ein Wanderweg, allerdings mit einigen Treppenstufen, eingerichtet.

Oberhalb des Klosters liegt die Talstation der Mte. Cardada Seilbahn. Diese bringt einem hoch auf über 1300 müM in ein attraktives Wandergebiet.

Die Anlage ist gross und Teile davon, inklusive der der Kirche, können kostenlos besichtigt werden. Es bieten sich herrliche Ausblicke hinunter auf die Stadt und den Lago Maggiore.

Für den Rückweg von Madonna del Sasso in die Stadt lohnt sich der Abstieg zu Fuss.

Altstadt von Locarno**

Bald erreicht man auf diesem Weg den oberen Teil der Altstadt. Wegweiser führen den Besucher durch die schmalen Gassen, vorbei an grosszügigen Bürgerhäusern, zur Piazza Grande, dem Zentrum der Altstadt. Hier lässt sich in einem der vielen Restaurants eine Pause machen und ein Gelato geniessen.

 

Den Weg zurück zum Parkplatz kann man am Seeufer entlang wählen und erreicht den Bahnhof nach wenigen Minuten.

 

Von Locarno aus kann man die Region auch mit dem Schiff erkunden. Zum Beispiel ein Ausflug nach Ascona und zu den Brissago Inseln (Siehe unten). 


WEITERFAHRT 

Nur wenige Kilometer von Locarno erreichen wir Ascona

Ascona***

Parken kann man unweit der Seepromenade. Sollte dieser Platz bereits besetzt sein findet man weitere Optionen beim Lido.

Bekannt und beliebt ist Ascona für die verkehrsfreie Seepromenade mit vielen Restaurants zum Verweilen. Aber auch ein Spaziergang durch die dahinterliegenden Gassen lohnt sich. Die Lage von Ascona und die Aussicht auf den See und die steilen Ufer mit den vielen Dörfern macht den Charme des Ortes aus.

Ausflug Brissago Inseln***

Von Ascona aus sind die Brissago Inseln mit dem Kursschiff erreichbar. Auf der grösseren der beiden Inseln ist ein herrlicher botanischer Garten eingerichtet. Aus der ganzen Welt findet man Pflanzen, auch solche die man eher in tropischen Regionen erwarten würde. Das milde Klima der Region ermöglicht einer Vielzahl von Arten das üppige Wachstum.

  • Offen täglich gemäss Schiffsfahrplan, die sinnvollste Verbindung ist: Ascona ab 9:45, Rückfahrt 13:00
  • Eintritt ab 16 J. 7 CHF

Abstecher ins Valle Maggia****

Um ins Valle Maggia zu gelangen fahren wir ein Stück zurück Richtung Locarno und folgen der Wegweisung.

Das Maggia Tal ist bei Touristen sehr beliebt, vor allem wegen den vielen kristallklaren Badestellen am Fluss. In der Hochsaison hat es entsprechend Besucher und Parkplätze sind schnell belegt. Beim Baden in engen Bereichen mit starker Strömung ist grösste Vorsicht geboten. Jährlich ertrinken mehrere Personen!

Das Tal erstreckt sich fast 50 km nach Norden und folgt man der ganzen Länge reist man vom mediterranen Lago Maggiore bis hinauf in hochalpine Regionen am Lago di Naret auf über 2300 müM. Aber Achtung: Hinter Bignasco wird die Strasse immer steiler, enger und kurviger und sollte von grossen Wohnmobilen eher gemieden werden.

 

Am Eingang des Tales gleich hinter Ponte Brolla trifft man auf die eindrückliche Maggia Schlucht. Tief hat sich der Fluss in die Granitfelsen geschliffen und tiefblaue Becken geschaffen. Weiter flussaufwärts hat es sichere Badestellen.


Cevio**

Das Dorf hat trotz der bescheidenen Grösse eine wichtige Zentrumsfunktion im Tal. Nach Westen kann man von hier auch einen Abstecher machen in das hochgelegene Walserdorf Bosco Gurin.

Das Museo di Valmaggia gibt einen Einblick in Kultur und Leben des Maggia Tals.

  • Offen Dienstag bis Sonntag 13:30-17 Uhr
  • Eintritt Erw. 6 CHF / bis 16 J. 3 CHF / Museumspass 

Bignasco*

Das Dorf ist der Ausgangspunkt für das sehr lohnenswerte Val Bavona. Auch wenn man auf die Wanderung unten verzichten möchte, sollte man unbedingt zumindest nach Foroglio hochfahren.

Wanderung Val Bavona (Karte und Info)***

Hier kann man parken und mit dem Bus nach San Carlo fahren (6:58 oder 9:58). Die gelinkte Information folgt der Route in der Gegenrichtung!

Der Wanderweg folgt dem Tal meist abseits der Strasse und vorbei an herrlichen Rustici, den alten Granithäusern des Tessins. Ein Höhepunkt ist das Dorf Foroglio mit dem eindrücklichen Wasserfall als Hintergrund. Im gemütlichen Grotto kann man einkehren oder beim Wasserfall sich abkühlen.

 

13 km / 340 Hm / 4 h


Kapelle San Giovanni Battista***

Wir fahren weiter ins Maggia Tal hoch Richtung Fusio.

 

Ein weiteres architektonisches Meisterwerk des Architekten Marion Botta ist die Kapelle San Giovanni Battista schon hoch oben im Maggia Tal bei Mogno. Nachdem eine Lawine die alte Kirche mitgerissen hatte, entschied man sich für einen mutigen Neubau. Das moderne Gotteshaus mit dem für Botta typischen Streifenmuster passt trotz dem starken Kontrast in die Landschaft.


WEITERFAHRT

Wer mag, kann dem Tal noch weiter folgen und weiter 1000 Höhenmeter überwinden. Vorbei am Lago del Sambuco erreicht man schliesslich den Lago del Naret*** und damit das Ende des Tals.

 

Von der Staumauer aus lassen sich kleinere und grössere Rundwanderungen durch die hochalpine Landschaft unternehmen.

Rundwanderung zur Capanna Cristallina (Karte)***

Von der Staumauer des Lago del Naret aus starten wir Richtung Lago Nero und steigen weiter auf am Lago Sfuncau vorbei zur Cristallina SAC Hütte. Nach einer erholsamen Rast geht es über den Passo del Naret an den Ausgangspunkt zurück.

 

16 km / 1046 Hm / 6 h (Information)

WEITERFAHRT

Zuerst fahren wir den langen Weg zurück nach Locarno und weiter Richtung Bellinzona. Aber schon nach dem Verlassen des Umfahrungstunnels in Locarno, bei Tenero. Biegen wir ins Val Verzasca ab.

Abstecher Val Verzasca****

Auch dieses Tal ist extrem beliebt und im Sommer entsprechend überfüllt, deshalb früh starten. Das Tal lässt sich aber sehr gut zu Fuss erkunden, deshalb sollte man überlegen, das Auto in Tenero oder Locarno zu lassen und mit dem Bus ins Tal zu fahren. Fahrplan Verzasca Tal

Corippo***

Das kleine Bergdorf liegt etwas abseits der Strasse. Da es im engen Dorf kaum Parkplätze gibt, parkt man am besten bereits im Bereich der Abzweigung von der Hauptstrasse und geht 1 km zu Fuss hoch.

 

Das auf einer sonnigen Terrasse gelegene Dorf ist gut erhalten, nicht zuletzt weil viele der alten Häusern von den Besitzern liebevoll zu Feriendomizilen restauriert worden sind. Ausser einem kleinen Restaurant ist wenig Betrieb aber ein Spaziergang durch die Gassen lohnt sich.  

Lavartezzo**

Die meisten Leute kommen nach Lavertezzo um die Römerbrücke Ponte di Salti**** zu sehen. Unterhalb der Brücke laden Pools zum Baden ein, aber man wird hier kaum alleine sein!

Besser lässt sich das Tal erkunden in dem man sich zu Fuss aufmacht.

Wanderung Val Verzasca (Karte)***

Wenn man nicht sowieso mit dem Bus von Tenero/Locarno gekommen ist, lässt man das Auto auf dem Wanderparkplatz etwas nördlich des Ortes stehen und nimmt von dort den Bus nach Sonogno. (Fahrplan siehe oben)

Sonogno ist ein kleines Dorf am Ende des Tales von wo aus wir dem Fluss entlang nach Lavertezzo zurück wandern. Der Wanderweg meidet die Strasse, sodass wir vom Rummel im Tal wenig mitbekommen. Unterwegs trifft man immer wieder auch auf Badestellen wo man sich abkühlen kann.

 

13.8 km / 262 Hm / 3h 40


WEITERFAHRT

 

Wir fahren zurück nach Tenero und von dort Richtung Bellinzona / Biasca.

Biasca**

Das Dorf bietet touristisch nicht sehr viel, denn es liegt abseits der Touristenströme  und –hotspots. Aber gerade deswegen lohnt sich ein Zwischenhalt. Am Nordostende des Ortes an der Via ai Grotti liegen mehrere typische Grotti*** wo man ohne überhöhte Preise und mehrheitlich mit Einheimischen zusammen ein einfaches Essen oder ein Boccalino Merlot geniessen kann. Die „Trota in Carpione“, eine in Rotweinessig eingelegte Forelle sieht vielleicht nicht sehr appetitlich aus, ist aber an einem heissen Sommertag ein leichtes und sehr schmackhaftes Gericht. Auch zu Fuss ist man vom Parkplatz am Friedhof vorbei in wenigen Minuten bei den Grotti.

Die beiden Kirchen des Orts sind beide recht speziell. Die obere ist die alte romanische Kirche Santi Pietro e Paolo geht auf das 11. Jh. zurück und die Fresken sind mehrere Hundert Jahre alt.

Unterhalb liegt die neuere auch für Gottesdienste genutzte Kirche San Carlo Borromeo. Die überrascht durch seine spezielle Architektur welche eher an griechische Kirchen erinnert. Sie ist auch erst etwas über hundert Jahre alt.

Spaziergang zur Santa Petronilla***

Schon bei der Anfahrt fällt einem der sich kreuzende Wasserfall oberhalb des Bahnhofs auf. Von der Kirche folgt man der Kopfsteinpflasterstrasse bergwärts und erreicht Santa Petronilla in weniger als einem Kilometer.

Ober- und unterhalb der alten Steinbrücke kann man sich in mehreren Naturbecken erfrischen. Direkt oberhalb des Wasserfalls sollte man bei starker Strömung vorsichtig sein.

Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man die Kapelle Santa Petronilla.

 

Für den Rückweg kann man dem Kreuzweg zurück zur alten Kirche von Biasca folgen. Der Weg führt durch alte Kastanienhaine und bietet Aussichten auf das breite Tal der Leventina.


Abstecher Bleniotal***

Ein Abstecher ins Blenio Tal lohnt sich vor allem zum Wandern. Im Gegensatz zum südlichen Tessin hat es hier kaum Touristen.

Hier einige Vorschläge:

  • Im Bereich des Lukmanier Passes kann man einfache Wanderungen durch die interessante Landschaft entlang des jungen Brenno Flusses machen oder aber auch ausgedehnte Wanderung wie zum Beispiel von der Passhöhe um den Pizzo del Uomo*** unternehmen.
  • Nördlich von Olivone liegt die Greina Ebene****, eine der eindrücklichsten Alpenlandschaften im Tessin. Idealerweise macht man eine zweitägige Tour und übernachtet in einer der drei SAC Hütten in der Region (Scaletta, Terri oder Motterascio).
  • Von Aquacalda aus lässt sich die „Strada Alta“*** des Blenio Tals starten. Der Weg führt immer hoch über dem Tal nach Süden und endet spätestens in Loderio kurz vor Biasca. Auch diese Wanderung ist mit 30 km und 1300 Hm zu lang für nur einen Tag. Übernachten kann man nach ca. 11 km/ 840 Hm in der Capanna Piandios.

 


WEITERFAHRT

Von Biasca fahren wir auf der Kantonsstrasse weiter nordwärts bis Airolo (Eilige nehmen die Autobahn) und weiter auf der alten St. Gotthard Passtrasse.

St. Gotthard Pass***

Der Gotthard Pass hat in der Regel bis Mitte Mai, Anfangs Juni Wintersperre (gilt auch für den Furka Pass) Sollten die Pässe noch geschlossen sein bieten sich zwei Optionen:

  • Von Airolo durch den Autobahn Tunnel nach Göschenen. Von dort via Andermatt nach Realp und dort auf den Autozug nach Oberwald verladen.
  • Schon von Locarno aus durch das Centovalli nach Domodossola und über den Simplon Pass nach Brig, wo man wieder auf die Grand Tour Route trifft.

 Nach  Airolo muss man aufpassen damit man die alte Passtrasse nicht verfehlt. Vorbei an alten Festungsanlagen der Schweizerarmee, die Besuchsmöglichkeiten sind leider sehr eingeschränkt,  erreichen wir Motto Bartola von wo man NICHT von der Strasse abbiegt um geradeaus auf die Tremola Strasse zu gelangen.

Valle Tremola****

Die  gepflasterte Strasse führt in vielen Kehren durch das Val Tremola hoch zum Hospiz. Sie wurde in dieser Form in den 30er Jahren des 19. Jh. erbaut. Für Motorrad- und Fahrradfahrer ist die holprige Strecke eine Herausforderung und auch Fahrer von grossen Wohnmobilen sollten Erfahrung mit Bergstrassen haben um diese Route geniessen zu können. Wenn man Glück hat begegnet einem die alte Postkutsche, welche mit den fünf Pferden bis zu acht Passagiere über den Pass befördert, genauso wie schon vor 150 Jahren. Nicht ganz billig aber sicher ein exklusives Erlebnis.


Hospiz**

Hat man die Passhöhe erreicht, laden einige Restaurants zur Pause ein. Aber auch ein Museum kann besichtigt werden. Im früheren Zollposten erfährt man mehr zur Geschichte des Passes und seine Bedeutung für die Schweiz und die Region.

  • Bis August 2021 leider wegen Umbau geschlossen
  • Eintritt Erw. 10 CHF / Senioren 8 CHF / Schüler 3 CHF / Museumpass 

Wanderung zu den Seen auf dem Gotthard Pass (Karte)***

Unterhalb der Staumauer des Lago di Lucendro parken wir (zugänglich nur von der alten Passstrasse aus) Natürlich kann man sein Auto auch bei der Passhöhe stehen lassen (plus 2x 2 km)

Wir folgen der Fahrstrasse den Hang hoch und biegen bald nach rechts auf einen Pfad ein. Diesem folgen wir und passieren als erstes den Lago d’Orsino. Über einen Pass erreichen wir die Laghi d’Orsirora. Der Weg verzweigt sich und wir halten uns links um die Laghi della Valletta zu erreichen. Bald darauf steigen wir zu Lago die Lucendro ab und folgen diesen bis zum Parkplatz zurück.
Die Wanderung ist nicht sehr lang aber doch recht anspruchsvoll

 

9.4 km / 580 Hm / 3h 30 (Information)


WEITERFAHRT

Wir folgen der Gotthard Passstrasse bis Hospental und biegen links ab Richtung Furka Pass. 

Mit der alten Dampfbahn über die Furka (Info)***

Ab Realp verkehrt im Sommer eine Dampfbahn über die alte Bergstrecke nach Gletsch und Oberwald. Für Eisenbahnenthusiasten ein Muss. Für den Rückweg zum Ausgangspunkt kann man ab Oberwald auch die normale Eisenbahn durch den Basistunnel nehmen, spart Zeit und Geld. ACHTUNG: Für die Fahrt ist eine Reservation zwingend notwendig!! Nicht alle Fahrten finden mit einer Dampflokomotive statt, siehe Fahrplanlink.

Furka Pass****

Die Passstrasse ist auf der Urner Seite zum Teil etwas schmal aber gut ausgebaut. Nach der Passhöhe erreicht man in einer Kehre das altehrwürdige Hotel Belvedere. Von dort gelangt man über einen Fussweg zum Rhone Gletscher***. Dort wird jedes Jahr ein Tunnel ins Eis getrieben durch welchen man in den Gletscher hineingelangen kann (Eintritt 9 CHF, 9-18:30 Uhr täglich), ein spezielles Erlebnis.

 

In der Folge hat man immer wieder die Aussicht auf die gegenüberliegende Grimsel Passstrasse. Bald erreichen wir Gletsch.


WEITERFAHRT

Die Fahrt durch das Goms ist landschaftlich sehr schön und man fährt durch mehrere alte Walliser Dörfer die einen Zwischenhalt lohnen.

Aletschgebiet****

Eine der schönsten Landschaften der Schweiz lässt sich zu Fuss am besten erkunden. Drei Zentren im Aletschgebiet sind Ausgangspunkte für Wanderungen. Wenn man vom Goms dem Rhonetal folgt erreicht man zuerst Fiesch von wo aus man mit der Seilbahn zur Fiescheralp hochfahren kann. Auch wenn man nicht gross wandern möchte, sollte man einen Ausflug auf das Eggishorn machen. Von dort geniesst man eine einmalige Aussicht über den längsten Gletscher der Alpen.

Von Fiesch aus kann man auch geführte Touren auf dem Gletscher machen. Tagestouren und zweitägige Wanderungen mit Übernachtung in der Konkordia Hütte sind möglich. Unbedingt frühzeitig buchen ist empfohlen.

Die ganze Region ist autofrei und dadurch sehr erholsam und ruhig. Es ist sicher auch eine Gegend in der man ein paar Tage verbringen kann ohne dass es einem langweilig wird, allerdings eher für Leute mit Freude an der Natur und Bewegung.

Wanderung dem Aletschgletscher entlang (Karte)****

Von der Seilbahnbergstation Fiescheralp wandern wir ohne grosse Höhenunterschiede nach Nordosten um den Tälligrat herum zum Märjelen See. Von dort kann man zum Gletscher absteigen und die Eismassen aus der Nähe bestaunen. Auf den Gletscher sollte man sich nicht zu weit vorwagen, es droht Gefahr durch Gletscherspalten.
Danach folgen wir dem Aletschgletscher hoch über dem Tal und geniessen die gewaltige Aussicht. Nach dem Aufstieg zum Hohbalm erfolgt der Rückweg auf die Fiescheralp.

 

15 km / 700 Hm / 5h


Binntal***

Bevor wir zu einer weiteren Wanderung im Aletschgebiet aufbrechen lohnt sich ein Zwischenhalt im Binntal. Dieses ist weltberühmt für seine Mineralienfunde.

Durch das schöne Dorf Ernen, eine kurzer Rundgang lohnt sich, gelangt man durch einen Tunnel ins Binntal.

Zuhinterst im Tal liegt die Mineraliengrube Lengenbach wo man sich kostenlos als „Stahler“, der Fachbegriff für Kristallsucher, betätigen kann. Man parkiert beim Parkplatz Fäld und folgt der Fahrstrasse bis Lengenbach. Entlang dem Weg trifft man auf mehrere Station wo Informationen zum Thema angeboten werden.

Hat man selber keinen Erfolg gehabt, kann man bei Andre Gorsatt anschauen was an Mineralien im Tal zu finden ist. Er betreibt ein Museum  in welchem eine Vielzahl der Funde zu sehen sind.

  • Offen im Sommer täglich 10:30-17:30 Uhr
  • Eintritt Erw. 5 CHF / Kinder 2.5 CHF 

Wanderung Aletschwald (Karte)****

Noch einmal bietet sich eine Möglichkeit die Schönheit des Aletschgebiets zu erleben.

Ab Mörel nehmen wir die Seilbahn hoch auf die Riederalp. Wir steigen hoch zur Riederfurka und durch den Aletschwald ab bis zum Grünsee. Von dort lohnt sich der kurze Abstecher zu der spektakulären Hängebrücke über die tief unten tosende Massa. (ca. 1 km hin und zurück)

Nun erfolgt der lange Anstieg durch den schattigen Wald zum Härdernagrat. Am Blausee vorbei folgen wir dem Hang zurück zur Riederalp.

12.2 km / 916 Hm / 4h 45 (Information)

 

Wem diese Wanderung zu lang ist kann den Abstieg zum Grünsee sparen und direkt nach Silbersand gehen(9 km / 580 Hm / 3h15). Den Höhepunkt, der Aletschwald, kann man so trotzdem geniessen. 


WEITERFAHRT

Wir folgen dem Tal weiter bis Brig und parkieren beim Zirkusplatz in der Nähe des Bahnhofs

Brig und Naters**

Der Verkehrsknotenpunkt Brig wartet mit einer kleinen Altstadt auf.

Stockalper Palast **

Kaspar Stockalper war einer der mächtigsten und reichsten Männer des 17. Jahrhunderts in der Region. Erhandelte so ziemlich mit allem was Profit versprach. Sein mächtiger Palast kann geführt besichtigt werden kann.

  • Offen Dienstag bis Sonntag 9:30-16:30 Uhr
  • Mehrere Führungen pro Tag (siehe Link)
  • Eintritt Erw. 8 CHF / 7-16 J. 3 CHF / Museumpass

Beinhaus in Naters**

Mitten im Ortskern, gegenüber der Kirche von Naters, trifft man auf das Beinhaus wo hunderte von Knochen und Schädel säuberlich gestapelt zu sehen sind, etwas gruselig…


WEITERFAHRT

Dem Rhonetal folgen wir bis Visp und biegen ins nach Süden ins Mattertal ein. Die Strasse führt bis Täsch wo wir parkieren um Zermatt (der Ort ist autofrei) zu besuchen.

Zermatt***

Zurecht ist Zermatt als Touristendestination berühmt geworden, nicht zuletzt wegen der Lage am Fusse des Matterhorns. Im Winter eine Top Skidestination, garantiert die Region im Sommer herrliche Ausflüge und Wanderungen.

Der Ort selber ist stark auf Tourismus ausgerichtet und bietet die entsprechende Infrastruktur. Hotel, Restaurants und Geschäfte säumen die Strassen. Sehenswert ist unter Anderem der Bergsteigerfriedhof wo viele zum Teil auch berühmte Bergsteiger ihre letzte Ruhe fanden. Wer mehr über Zermtt und die Geschichte der Matterhornbesteigungen erfahren will, wird im Matterhorn Museum fündig

  • Offen täglich 14-18 Uhr
  • Eintritt Erw. 10 CHF / Sen. 8 CHF / 10-16 J. 5 CHF / Museumpass

20 Minuten südwestlich des Ortes kann man die Gornerschlucht besichtigen (Eintritt).

Ausflug auf den Gornergrat****

Mit der Zahnradbahn gelangt man auf über 3000 müM und geniesst eine einmalige Aussicht über den Gornergletscher auf das Matterhorn. Tief unten leuchtet der Gorner Gletscher, der drittgrösste in den Alpen. Auch die Dufourspitze, der höchste Berg in der Schweiz, ist, neben mehreren 4000ern zu sehen.

Wanderung vom Gornergrat zur Riffelalp(Karte)**

Wer nicht wieder auf direktem Weg mit der Bahn zurück nach Zermatt fahren möchte, hier eine Alternative. Um die grandiose Aussicht auf Gornergletscher und Matterhorn noch etwas geniessen zu können, gehen wir erst mal auf dem Hohtälligrat ostwärts und steigen von dort zum Gornergratsee ab. Stetig talwärts gehend erreichen wir den Grünsee und folgen dem Wanderweg nun im Wald zur Riffelalp. Von dort nehmen wir die Gornergratbahn zurück nach Zermatt.

Ganz sportliche können die zusätzlichen 600 Hm auch zu Fuss hinter sich bringen, ca. 1h 30. Aber 1600 Hm Abstieg gehen ganz schön in die Beine!!

10.5 km / 286 Hm und 1200 m Abstieg / 3h 30

5 Seen Wanderung(Karte und Info)***

Eine sehr beliebte Wanderung in der Region führt an fünf Seen vorbei und das Matterhorn ist stetiger Begleiter. Mit der Standseilbahn und der Gondelbahn erreicht man Blauherd und hat damit den grössten Höhenunterschied ganz einfach überwunden. In Schlaufen und Kehren gelangt man schliesslich wieder nach Sunnegga zurück.

Entweder man nimmt die Standseilbahn zurück nach Zermatt oder, wenn man noch Energie und Lust hat geht man zu Fuss. Über die Route Sunnegga-Tuftra und dann auf der Monte Rosa Route nach Zermatt benötigt nochmal etwa 1h 45 (6 km und 670 m Abstieg)

9 km / 240 Hm / 2h 30

Wanderung auf dem Europaweg*** (Karte)

Wer dem Rummel etwas ausweichen möchte , unten eine Variante. Die Wanderung führt von der Sunnegga, hoch über dem Tal, zur Täschalp und von dort hinunter nach Täsch.

Mit der Sunnegga Bahn fahren wir zur Bergstation hoch und folgen dem Wanderweg nach Tuftra, wo wir auf den offiziellen Europaweg treffen. Diesem folgen wir bis auf die Täschalp. Oberhalb von Eggenstadel steigen wir ab nach Täsch.

Wer im Campingplatz bei Randa untergebracht ist, kann die Wanderung auf dem Europaweg fortführen und den Abstieg erst etwas später beginnen und so unweit des Campingplatzes die Talsohle erreichen.

 

13 km / 330 Hm (1200 m Abstieg) / 4h (Information)

 




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