Wie komme ich zum perfekten Reisefahrzeug?

Grundsätzliche Überlegungen

Plant man eine grössere Reise im eigenen Fahrzeug stellt sich bald einmal die Frage was denn das ideale Reisemobil wäre. Um darauf eine Antwort zu bekommen, bedingt einige Grundsatzentscheide. Eine Möglichkeit besteht darin die Anforderungen an das Gefährt zu definieren. Nur kann es dann sein, dass man die „Eierlegende Wollmilchsau“ definiert und auch das Budget unter Umständen etwas überstrapaziert wird.

Nun, soviel vorweg: Das perfekte Fahrzeug gibt es wohl nicht. Bestenfalls lassen sich alle persönlichen Ideen und Wünsche erfüllen. Nach der Beschaffung bleibt dann nur noch auszuprobieren ob Erwartung und Erfüllung übereinstimmt.

Das nachfolgende Dokument ist nicht als Anleitung zur perfekten Lösung gedacht, sondern soll vielmehr auf eigenen Erfahrungen basierende Vor- und Nachteile zu den wichtigsten Punkten darstellen. Daraus sollte es möglich sein, ein genaueres, auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmtes Anforderungsprofil zu erstellen um dann das Traumgefährt zu suchen oder selber zu bauen.

Unser Heim

Bevor das Thema unten vertieft wird, möchte ich anhand unseres eigenen Fahrzeugs aufzeigen wie Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen werden können.

Wir haben 2015 unseren bestehenden Landcruiser HZJ75 Jg. 1999 trotz seiner damals bereits 220‘000 Km mit einer Azalai Kabine ausstatten lassen. Nach langem Recherchieren hat uns diese Lösung am meisten überzeugt. Ueli hatte zu dem Zeitpunkt schon einiges an Erfahrungen auf langen Reisen gesammelt und konnte daher mögliche Schwachpunkte, wichtige Erfordernisse und „Nice to Have“ abschätzen.
Die Azalai Kabine lässt bei der Grundausstattung wenig Optionen, nur die technische Ausrüstung, d.h. Wasser, Elektrik, Heizung, etc. kann flexibel gewählt werden.

Trotz seiner kompakten Abmasse, man kann das Fahrzeug immer noch in einem (Hicube) Container verschiffen, bietet der Innenraum gut Platz für Mensch und Ausrüstung. Die Raumausnutzung ist clever optimiert und die weissen Kunststoffoberflächen machen hell und sind pflegeleicht.

Im Aufstelldach sind drei grosszügige, mit Mückennetz versehene Fenster eingesetzt. Bei kalten Temperaturen kann eine Isolationsmatte eingeklettet werden oder aber man schliesst das Dach.

Neben einer Küche mit zweiflammen Herd, Kühlschrank und einem kleinen Waschbecken, hat sogar ein festeingebautes Kassetten WC platz. Das Bett wird tagsüber mittels Kurbel und Seilzug unter das Aufstelldach hoch gezogen. Wir (< 170 cm) können quer im Fahrzeug liegen (das Bett misst 130 cm B x 180 cm L). Es ist möglich auch bei geschlossenem Dach mit genügend Kopffreiheit zu schlafen.

Der Esstisch bietet vier Personen grosszügige Sitzmöglichkeiten, er wird bei Nichtgebrauch und nachts verstaut. Unter den Sitzbänken stehen grosse Staukisten zur Verfügung. Die Bänke sind so lang, dass man bequem mit hochgelagerten Beinen sitzen kann, ein geschätzter Luxus den nicht viele, selbst grössere Fahrzeuge bieten. Des weiteren ist ein Kleiderkasten eingebaut und über den beiden grossen Fenstern findet man eine ganze Reihe von kleinen Fächern.

Eine Eberspächer Dieselheizung versorgt den Innenraum mit Warmluft und erwärmt gleichzeitig einen Warmwasserkreislauf.

Die elektrische Anlage besteht aus einem 125 W Solarpanel sowie einem 105 W Falltpanel. Beide speisen über einen Solarregler die Camperbatterie (90 Ah Lithium) und die Starterbatterie. Ein IBS Batteriemanagementsystem sorgt dafür, dass die Starterbatterie im Stillstand getrennt ist und dass man im Notfall die beiden Batterien koppeln kann.

Die Beleuchtung besteht aus drei schlanken LED Leuchten um den Tisch herum (ca. 15 W total) und einer LED Leuchte über der Küche.

Das Basisfahrzeug ist robust, hat eine sehr grosse Bodenfreiheit und hat eigentlich immer noch die volle Geländefahrtauglichkeit behalten. Mit seinen 270 L Dieselkapazität kommen wir etwa 2000 Km weit. Mit 2700 Kg Leergewicht und 500 Kg Zuladung kommen wir gut aus. Dasselbe Fahrzeug lässt sich auf über 4000 Kg auflasten, das bedeutet auch wenn wir mal gesetzlich überladen sein sollten, ist das Fahrzeug noch lange nicht an seiner Grenze angelangt.
Wenn nämlich alle Tanks, die Lebensmittelvorräte und der Kühlschrank voll sind und die komplette Langstreckenausrüstung an Bord ist, haben wir auch schon Mal, inklusive Besatzung 3600 Kg auf die Waage gebracht!!

Nach zwei Jahren ununterbrochenem Wohnen in diesem Fahrzeug können wir sagen, es ist für uns das perfekte Fahrzeug. Es gibt nur einen Kompromiss welchen wir aber ohne Problem akzeptieren können: Wenn das Bett unten ist MÜSSEN beide ins Bett, es bleibt kein Platz zum Sitzen. Dieses Konzept ermöglichte es erst eine so kompakte Wohnkabine zu bauen ohne dass man ansonsten viele Kompromisse eingehen musste.
Etwas störend empfinden wir das recht laute Gebläse Geräusch der Heizung.
Ansonsten haben wir nichts was wir gerne ändern oder ergänzen würden.

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Wohnteil

Nun, in diesem Kapitel entscheidet sich schliesslich, ob man in einem LKW oder einem kompakteren Fahrzeug unterwegs sein wird. Sind nämlich die Anforderungen bezüglich wohnen unterwegs sehr hoch gesteckt, wird ein 3.5 t Fahrzeug mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht passend sein.

Schlafen

Es gibt Reisende für welche nur ein festeingebautes Bett in Frage kommt. Das wiederum bedeutet, dass man circa 1.5 m zusätzliche Fahrzeuglänge einrechnen oder aber ein Alkovenbett einplanen muss. Ist man aber flexibel in diesem Punkt, kommt auch eine kompaktere Lösung in Frage.

 

Festbett (längs, quer oder auch übereinander)

Vorteile

Nachteile

Kein Umbauen am Abend, Bettzeug kann belassen werden

Platzbedarf viel grösser

Eine Person kann schlafen, die andere arbeiten/sitzen

 

Gutes Raumgefühl

 

 

Alkovenbett

Vorteile

Nachteile

Kein Umbauen am Abend

Fahrzeug baut in der Regel höher

Eine Person kann schlafen, die andere arbeiten/sitzen

Wenig Kopffreiheit

Zusätzlicher Stauraum tagsüber

Je nach Bauart nicht optimal belüftbar

 

Bett im Aufstelldach

Vorteile

Nachteile

Ohne grossen Aufwand eingerichtet

Oft limitierte Bettbreite

Eine Person kann schlafen, die andere arbeiten

„Getarnt“ schlafen wegen Aufstelldach nicht möglich

Gut belüftet

Bei Starkwind und Kälte problematisch

 

Hubbett

Vorteile

Nachteile

Einfach zum Einrichten

Wenn das Bett im Gebrauch ist, kein weiterer Arbeitsplatz verfügbar

Benötigt wenig Platz

Mechanismus kann Fehlerquelle sein

 

Kosten

 

Bett aus Sitzgruppe umgebaut

Vorteile

Nachteile

Benötigt nicht extra Platz

Wenn das Bett im Gebrauch ist, kein weiterer Sitzplatz verfügbar

Aufwendige Einrichtung

Wenig Optionen für eine gute Matratze

 

Abmessungen evtl. limitiert


Nicht ausser Acht lassen sollte man die Matratze. Wenn man länger und in verschiedenen Klimazonen unterwegs sein möchte, sollte eine bequeme und gut unterlüftete Matratze nicht fehlen. Vor allem im tropischen Klima ist ein angenehmes Schlafklima enorm wichtig. Reisende mit empfindlichem Rücken sollten der Wahl besondere Beachtung schenken. Aber Achtung, eine Matratze wie zu Hause ist nicht nur schwer, sondern auch sehr dick. In kleinen Fahrzeugen daher kaum einsetzbar. Es gibt aber im Handel mehrere gute Lösungen. Wir haben uns für ein massgeschneidertes Fanello Bett entschieden und sind sehr zufrieden damit.

Sitzen

An kalten Abenden und wenn man einige Tage bei schlechtem Wetter stationär ist, wird man viele Stunden im Fahrzeug verbringen. Da ist es vorteilhaft, wenn man bequem sitzen kann und auch genügend Platz zur Verfügung hat. In kleineren Autos kann das eine einschränkende Anforderung sein. Auch wenn man gerne mal Besuch empfängt sind vier Sitzplätze angenehm. Drehbare Fahrer- und Beifahrersitze sparen Platz, aber sind in der Regel nicht optimal am Tisch platzierbar.

Übrigens sollte man auch bei den Sitzen in der Fahrerkabine gut überlegen, bessere Sitze als die originalen zu beschaffen. Immerhin sitzt man oft stundenlang im Fahrzeug wenn man unterwegs ist.

Kochen

In den meisten Fahrzeugen werden Gasherde eingesetzt. Das hat den Vorteil, dass man bei vernünftiger Belüftung auch wirklich drinnen kochen kann. Beim Verbrennen von Gas wird aber viel Wasser freigesetzt. Das kann vor allem bei kalten Wetterbedingungen zu Kondensation führen. Zudem ist je nach Gasanlage das Befüllen/Tauschen von Gastanks je nach Reiseregion schwierig.

Man kann auch mit einem Dieselkocher arbeiten. Aber neben dem Vorteil bordeigenen Treibstoff nutzen zu können haben sie aber auch einige entscheidende Einschränkungen. Die Aufwärmzeit ist gegen zehn Minuten. Das bedeutet mal schnell ein Kaffee zu kochen dauert. Ein weiteres Problem zeigt sich, wenn man über 2500 müM reisen will. In grossen Höhen machen die meisten Modelle Schwierigkeiten. Zudem sie die Kochfelder eher teuer.

Kochen mit einem offenflammigen Benzinkocher hat der einige Vor- aber natürlich auch entscheidende Nachteile. Der grösste Vorteil ist, dass Benzin günstig und überall leicht erhältlich ist. Auch haben diese Kocher eine hervorragende Heizleistung. Andererseits darf man sie wegen Kohlenmonoxid Gefahr NICHT in geschlossenen Räumen einsetzten. Zudem benötigen die Geräte etwas Eingewöhnung beim Starten. Druck muss mittels Pumpe erst aufgebaut werden erst danach kann man sie entzünden.
Spirituskocher sind einfach zu bedienen, haben aber wenig Heizleistung. Zudem ist Spiritus nicht überall einfach und/oder günstog zu beschaffen.

Wir haben eine Kombination an Bord. Gaskocher fest eingebaut für den schnellen Kaffee und zum Kochen bei schlechten Wetter, sowie einen Coleman Zweiflammenkocher um draussen zu kochen. Das hat einen weiteren Vorteil. Ist mal die Gasflasche überraschend leer und kann nicht sofort aufgefüllt werden, hat man davon unabhängig eine weitere Kochmöglichkeit. Dazu haben wir einen faltbaren Backofen, eine gute Lösung um mal ein Brot zu backen.

Apropos Backen: Wenn man gerne bäckt oder auch in Regionen mit weniger feinem Brot eine Alterative schaffen will, ist ein Backofen eine tolle Sache. Auch eine verbreitete Lösung ist das Backen mir einem Omnia Topf.

Kühlen

Ein kühles Bier am Lagerfeuer ist schon ein toller Luxus. Um dieses kalt zu kriegen gibt es Kühlschränke welche auf unterschiedlichen Funktionsprinzipien basieren.

 

Absorber Kühlschrank

Vorteile

Nachteile

Kostengünstig (Peltierelement Modelle)

Kühlt nur max. 15..20 °C unter die Umgebung.

Kombimodell 230 V / Gas / 12 V erhältlich

Funktioniert nur optimal wenn horizontal

Geräuschloser Betrieb

Nicht sehr energieeffizient


Kompressor Kühlschrank

Vorteile

Nachteile

Sehr Leistungsfähig (auch tiefkühlen möglich)

Benötigt genügend elektrische Energie

 

Teurer als Absorber

 

 


In handelsüblichen Wohnmobilen sind meist Kombiabsorber eingebaut da man davon ausgeht, dass das Fahrzeug entweder am Landstrom hängt oder aber mit Gasbetrieben wird.

Auf Reisen in abgelegene und heisse Länder wird aber wohl ein Kompressor Kühlschrank zum Einsatz kommen. Dabei gibt es Schränke oder Truhen. Erstere sind übersichtlicher zu beladen, Truhen halten die Kälte in der Regel besser und brauchen entsprechend weniger Strom.
Es gibt (vor allem kleinere) Kühlschränke mit integriertem Eisfach. Das ermöglicht, auch mal einen Drink mit Eis zu geniessen oder etwas Gefrorenes ein paar Tage zu lagern, mehr aber nicht. Im tropischen Klima bildet sich innert Tagen eine dicke Eisschicht um das Kühlfach, was die Kühlleistung markant verschlechtert. Es gibt aber auch Modelle wo sich das Eisfach nach Bedarf einsetzen lässt.

Es gilt zu bedenken, dass der Kühlschrank meist einer der grösseren Stromverbraucher ist. Dementsprechend muss Batterie und Solaranlage ausgelegt sein.

Stauraum

Man kann nie genug haben, könnte man meinen. Das mag für einen LKW auch zutreffen, aber bei kleinen Fahrzeugen (<3.5 t) führt viel Stauraum oft zu überladen.

Sinnvoll ist auf langen Reisen schon, genügend und gut zugänglichen Stauraum zu haben. Wenn man schon Erfahrung mit Langzeitreisen hat, ist es einfacher abzuschätzen wo und wieviel Stauraum sinnvoll ist. Ansonsten sollte man mal die Ausrüstung auslegen und gruppieren (Kleider, Küche, Werkzeug und Ersatzteile, Lebensmittel, etc.) Dann einteilen was schnell zugänglich sein soll, was man auch im „Keller“ verstauen kann. Nun sollte man ein Gefühl bekommen, wo wieviel Stauraum benötigt wird. Wenn sich eine praktikable Lösung gibt, ist das Problem vom Tisch. Ansonsten gilt Ausrüstung abspecken oder ein anderes Fahrzeugkonzept ins Auge fassen.

Grosszügige Aussenstaufächer sind wertvoll um alles was man draussen braucht, Bergematerial und allenfalls schmutzige Ausrüstungsgegenstände unterzubringen.

Wasserversorgung

Hier gilt es erst mal zu entscheiden wie viel Trinkwasser man bunkern muss bezw. kann. Wir kommen mit 10 L Brauchwasser pro Tag in der Regel aus. Unser 80 L Unterflurtank reicht daher eine Woche auch wenn kein weiteres Wasser verfügbar ist (nur in der Wüste wirklich der Fall).

Daneben haben wir einen autonomen Trinkwasser Innentank mit 45 L. Dessen Wasser läuft durch einen Filter zu einem separaten Hahn.

Dieses Konzept hat den Vorteil nur zu filtern was man zum Trinken/Kochen/Zähneputzen braucht und das im Auto drin Wasser nie gefrieren kann. Aussentanks kann man auch elektrisch beheizen, das braucht aber halt wieder Strom und das nicht zu knapp bei tiefen Temperaturen.

Es gibt auch die Lösung alles gebunkerte Wasser beim Befüllen zu filtern. Das macht meines Erachtens kaum Sinn, denn in vielen Ländern reicht der Leitungsdruck nicht aus. Das Problem ist auch relevant wenn man sehr viel Wasser bunkern will. Da kann es schnell mal 1 h und länger dauern bis der Tank voll ist. Andere Leute am Hahn werden das nicht schätzen. Natürlich gibt es beliebig viele technische Lösungen dieses Problem zu lösen (z.B. Boosterpumpe) aber ich persönlich bin der Meinung man sollte eher zu einfachen Lösungen tendieren. So gibt es weniger Fehlermöglichkeiten und man spart Platz und Gewicht.

 Will man in Städten, Campingplätzen oder auf Parkplätzen die bordeigenen Wasserverbraucher nutzen, wird man nicht um einen Abwassertank herumkommen. Dieser muss nicht sehr gross sein, 20-30 L reichen in der Regel bereits. Grauwasser, d.h. Abwasch- und Duschwasser, sowie generell das Wasser vom Spülbecken ist nur schwach belastet und kann im Notfall in kleinen Mengen in die Natur  oder wo vorhanden in die Kanalisation entsorgt werden. Bei einem 200 L Tank in einem LKW wird das zunehmend schwierig. In den meisten Ländern ausserhalb von Europa und Nordamerika sind Entsorgungsstationen nicht leicht, wenn überhaupt, zu finden. 

Noch bedeutender ist dieses Thema bei Schwarzwasser (WC Abwasser). Die einzig praktikable Lösung sind die in Wohnmobilen üblichen Kasetten WC's. Die Tanks sind handlich und können in einem normalen WC entleert werden. Das gilt allerdings nur dann, wenn dem Inhalt keine Chemikalien begemischt wurden. Das funktioniert allerding nur menn die WC Anlage mit einem SOG System ausgerüstet ist. Wir könne das System bestens emphehlen. Nur wen es sehr warm ist, sollte man die Kasette spätestens nach 2-3 Tagen entleeren um unangenehme Gerüche zu vermeiden.
Eine valable Alternative kann eine Trenntoilette sein. Urin wird in einem separaten Tank aufgefangen, die Feststoffen fallen in einen eigenen Behälter wo sie mit organischem Material gebunden werden. Während der Urintank alle paar Tage entleert werden muss, hält der Feststoffbehälter deutlich länger. Die Vorteile sind: Wenig Wasserverbrauch, Entsorgung im normalen Müll und keine Chemie. Nachteil: Etwas umständlicher in der Handhabung. Eher geeignet für grössere Fahrzeuge 

Elektrische Anlage

Das ist ein ganz grosses Thema und es gibt wohl so viele Meinungen/Lösungen wie Leute. Grundsätzlich lohnt sich auch hier der Gedanke: So einfach wie nötig. Man muss bedenken, dass wenn man in weniger entwickelten Ländern reisen will und selber kein Elektrikspezialist ist, der Schadensfall einiges an Kopfzerbrechen verursachen wird.  Eine komplexe Anlage enthält nicht nur mehr Fehlerquellen, sondern es wird auch schwierig sein, hochwertige Ersatzteile dafür zu beschaffen.

So haben wir uns auch beim Umrüsten von Blei- auf Lithiumbatterie auf eine Bauform entschieden welche einer Standardbleibatterie entspricht. Sollte die Li Batterie je einmal aussteigen, können wir sie ohne grosse Umbauten durch eine herkömmliche Batterie ersetzen.

Bei der Auslegung beziehungsweise Bewertung der Anlage steht im Vordergrund wo man wie lange autark stehen will. Dazu muss man sich bewusst sein, wieviel Energie die gesamten elektrischen Verbraucher in einem 24 h Zyklus verbrauchen. Daraus ergibt sich die Batteriekapazität die man minimal benötigt.
Eine Solaranlage muss dann so gross ausgelegt sein, dass sich die über Nacht entladene Batterie und den Tagesverbrauch durch aufladen ersetzt werden kann. Dabei spielt es eine entscheidende Rolle in welcher Gegend und Jahreszeit man unterwegs sein wird. An kalten, kurzen Wintertagen wird man nur einen Bruchteil der Sommersolarleistung erzielen und gleichzeitig einen markant höheren Verbrauch haben. Auch in den Tropen hat man weniger Ertrag weil es oft bedeckt ist und die die Tage immer kurz sind. Der Kühlschrank läuft dabei quasi andauernd durch.


Hier ein LINK zu einem EXCEL Tool mit welchem man eine Solaranlage berechnen kann.

 

Bei der Verlegung von elektrischen Kabeln sollte man grosszügige Querschnitte einsetzen um Spannungsverluste zu minimieren. Zu kleine Querschnitte führen zu überhitzen der Kabel und im schlimmsten Fall zu einem Kabelbrand. Dazu sollten die einzelnen Kabelstränge am besten auf Verbraucher- und Batterieseite korrekt abgesichert sein. Das ist wichtig beim Selberbauen, aber auch beim Kauf sollte man das prüfen, da an dieser Stelle gerne gespart wird.

In Bezug auf Landstrom, d.h. Versorgung des Fahrzeugs von einer Steckdose, haben wir selber nur ein kleines Batterieladegerät an Bord, mit welchem wir bei langer Standzeit und schlechten Wetterbedingungen die Batterieladung erhalten können. Seit wir die Lithium Batterie im Einsatz haben, wird dieses einzig dazu verwendet alle paar Monate die Batterien komplett zu laden (erhöht die Lebensdauer und Kapazität). Unterwegs brauchen wir keinen Landstrom.
Entschliesst man sich auch einen Landstromanschluss einzubauen muss darauf geachtet werden, dass der Eingang korrekt abgesichert ist und eine Vorrangschaltung sicherstellt dass allfällige 230 V Steckdosen nur vom Landstrom versorgt werden. In vielen Ländern sind Stromanschlüsse in Campingplätzen meist nicht sehr leistungsfähig. Oft sind sie auf 6 A abgesichert, so kann man max. 1500 W beziehen, da kann man Kaffeemaschine, Haar Föhn und Klimaanlage vergessen.

Hat man keinen Landstrom und benötigt trotzdem 230 V an Bord, muss ein Wechselrichter verbaut werden. Dieser wandelt die Batteriespannung auf 230 V AC. Man muss bedenken, dass die maximalen Ströme sehr schnell gross werden können. Will man z.B. eine Kaffeemaschine ab Batterie betreiben, benötigt diese schnell mal 1500 W. Daher muss der Wechselrichter, mit etwas Reserve, 2000 W liefern können. Dies wieder bedeutet, dass der Strom ab 12 V Batterie (2000W : 12V = ) 170 A betragen wird! Nicht nur ist eine Batterie mit zu kleiner Kapazität schnell leergesogen, auch der Kabelquerschnitt muss entsprechend ausgelegt sein.
Hier kann man den berechnen LINK

Will man die komplette Anlage selber aufbauen, sollte man sorgfältig recherchieren insbesondere wenn die notwendigen Fachkenntnisse und Erfahrung noch fehlen sollten. Der hier vorliegende Artikel hat nicht den Anspruch eine Anleitung zum Bau eines Fernreisemobil zu sein. Es soll einzig Gedankenanstoss für die Auswahl eines passenden Fernreisefahrzeugs sein! 

Vor allem Bleibatterien haben eine beschränkte Lebensdauer. Man rechnet diese gerne in "Zyklen", etwa 500 Zyklen sind es im Schnitt. Eine Entladung entspricht einem Zyklus. D.h. 2 Jahre Dauergebrauch und die Lebensdauer ist erreicht. Die Kapazität nimmt danach spürbar ab. Es lohnt sich, die Batteriekapazität grosszügig zu wählen, so dass sie über NAcht nur zu einem kleinen Teil entladen wird. Dies entspricht dann nämlich auch nur einem "Teilzyklus" und somit kann man die Lebenserwartung erhöhen. Lithium Batterien kann man nicht nur fast vollständig entladen (nutzen) sondern sie haben auch eine  deutlich höhere Zyklenfestigkeit. Nebst dem geringeren Gewicht, ein weiterer Grund welcher für die doch markant teurere Lösung spricht.

Kabinenform

Klassische Wohnmobile werden an dieser Stelle nicht explizit behandelt.

Es gibt mehrere klassische Bauformen für Wohnkabinen. Wählt man einen LKW ergibt sich fast automatisch ein Kofferaufbau. Dieser containerartige Aufbau sitzt beweglich auf dem Chassis und kann einen Durchstieg in die Fahrerkabine beinhalten. Weniger üblich sind Aufbauten mit Alkoven.

Bei Fahrzeugen der <3.5 t oder knapp darüber Klasse gibt es schon mehr Varianten:

Kastenwagen/Van/Geländewagen

Dabei wird die Originalkarossiere des Fahrzeugs zum Ausbau verwendet. Will man Stehhöhe wird bei einem Kastenwagen eine entsprechende Karosserie Variante gewählt. Auch bei den Radständen gibt es je nach Modell von kurz und kompakt bis sehr lang mehrere Möglichkeiten.

Vorteile sind die oft kompakten Abmessungen und der kostengünstig mögliche Selbstausbau. Diese Bauform kann ohne Stehhöhe, dafür mit Aufstelldach, ausgebaut werden. Will man auch abseits von mitteleuropäisch guten Teerstrassen unterwegs sein, sollte man darauf achten, dass robuste (Off-Road) Reifen in möglichst grossen Dimensionen, möglichst viel Bodenfreiheit und wenig Überhang an der Hinterachse vorhanden sind. Bleibt das Fahrzeug unter 2.5 m Gesamthöhe, kann man im Container verschiffen! Im Auge behalten muss man bei dieser Bauform das Gesamtgewicht. Vor allem kleine Vans haben von Grund auf wenig Zuladung, während z.B. Mercedes Sprinter auf hoch belastbare Varianten bieten. Unterdessen sind mehrere Kastenwagenmodelle auch mit Allradantrieb erhältlich. Es gilt aber zu bedenken, dass nicht in erster Linie die fehlende Traktion das Hauptproblem ist, sondern Robustheit, vor allem auch der Reifen, und Bodenfreiheit. So sollte man prüfen ob auch Geländereifen und eine Fahrwerkserhöhung angeboten werden. 

Auch grosse Geländewagen wie Land Rover, Buschtaxi oder lange Mercedes G können nach diesem Konzept zu einem Camper ausgebaut werden. Die Platzverhältnisse werden aber auch mit Aufstelldach recht beengt bleiben. Dafür hat man ein robustes und kompaktes Gefährt welches auch Reisen abseits von Teerstrassen erlaubt.

Pick-Up Camper

Dabei handelt es sich um ein Geländefahrzeug auf dessen Ladebrücke eine Camperkabine aufgesetzt werden kann. Da die Ladefläche bereits recht hoch ist, wird die Gesamthöhe wie auch der Schwerpunkt dadurch eher hoch zu liegen kommen. Zudem ist das Platzangebot meist bescheiden, es sei denn man entscheidet sich für eines der amerikanischen Modelle. Es gibt aber auch Kabinen mit Aufstelldach welches die genannten Nachteile etwas verringert. Anstatt die Kabine auf die Ladefläche zu stellen, kann man diese auch komplett entfernen und die Kabine mittels einem Hilfsrahmen auf das Chassis montieren. Dadurch gewinnt man Platz, spart Gewicht und Höhe. Allerdings lässt sie die Kabine so nicht mehr mal schnell absetzten.
Erfahrungen anderer Reisenden mit dieser Art Kabine haben aufgezeigt, dass es bei nicht so robusten Pick-Up Fahrzeugen (Nissan, Mazda, etc.) gerne zu Chassis Brüchen kommen kann. Das scheint daher zu kommen, dass die hohen und oft auch schweren Kabinen auf schlechten Strassen und Pisten starke Nickbewegungen verursachen, was in der Folge zur Überlastung des (dafür nicht konzipierten) Chassis kommt. Das Problem ist umso grösser wenn die Kabine hoch und schwer ausfällt. Alkoven Bauformen sind auch stärker belastet.
Fahrzeuge wie Land Rover, Mercedes G und Landcruiser sind davon nicht betroffen, einfach weil sie für schwere Belastungen entwickelt worden sind.

Teilintegrierter Camper

Bei Wohnmobilen sehr beliebt, kann man aber auch Geländewagen entsprechend ausbauen. Unser Landcruiser Azalai gehört in diese Kategorie. Vom Trägerfahrzeug werden nur das Chassis und die Fahrerkabine weiter verwendet. Hinter der Kabine wird dann der Wohnaufbau fest oder mittels Hilfsrahmen mit Chassis und Fahrerkabine verbunden. Vorteil ist, dass man eine etwas breitere und höhere Wohnkabine bauen kann. Dadurch werden das Raumgefühl und die Innenabmessungen markant verbessert. Will man unter 3.5 t bleiben muss das Gewicht beim Ausbau immer beachtet werden. Viele dieser Art sind oft schon bei der Abfahrt massiv überladen. Auflasten ist bei den meisten Modellen möglich, aber das Gewicht bleibt und das beeinflusst die Geländetauglichkeit merklich. Vor allem Alkoven Kabinen mit permanenter Stehhöhe bauen schnell mal 3 und mehr Meter hoch und sind oft entsprechend schwer, sicher kein Vorteil. 

Basisfahrzeug

Das Gewicht und die Gesamtabmessungen sind ein ganz entscheidender Einflussfaktor auf das Gesamtprojekt. Wenn es gross und damit zwangsläufig auch schwer wird, schliesst das fast automatisch ein Fahrzeug der 3.5 t Kategorie aus. Auch auf die Verschiffungsoptionen hat es einschneidende Einflüsse. Auf der anderen Seite ergeben sich natürlich ganz andere Möglichkeiten bei der Autonomie, Zuladung und dem Komfort. Aus diesem Grund sollte man sich erst darüber im Klaren sein, bevor man sich für ein Modell entscheidet.

Abmessungen

Es gibt eine wichtige Abmessung beim grundsätzlichen Entscheid über das gewünschte Fahrzeug: Die Gesamthöhe. Ist diese über 2.5 m ist eine Verschiffung in einem geschlossenen Container ausgeschlossen. Je nach geplanter Reiseroute kann das eine erhebliche Einschränkung der Transportmöglichkeiten, ein erhöhtes Einbruchrisiko während der Verschiffung oder ein grosser Kostenfaktor bedeuten.

Ist keine Verschiffung geplant ist die Höhe weniger ein Problem, wenn auch zu hoch bauende Fahrzeuge auch immer wieder mit Problemen wie tiefhängende Kabel, Brücken und Tunneln mit Höhenbeschränkungen konfrontiert werden.

Eine Länge > 6m schränkt beim Parken auf normalen Parkfeldern ein und sind auf Fähren oft markant teurer. Wichtig ist auch ein kurzer Überhang welcher bei Rampen und beim Durchfahren von Senken ein Aufsetzen und damit verbundene Schäden verhindert. 

Auch die maximale Breite kann auf schmalen Bergstrassen im wahrsten Sinne des Wortes einengend sein. Da aber meist auch Busse und LKW verkehren, ist das ein weniger grosses Problem.

Gewicht

Hier gilt es zu entscheiden ob man in der Kategorie <3.5 t bleiben oder man darüber gehen will.
In vielen Ländern gelten für Fahrzeuge über 3.5 t zusätzliche Einschränkungen und Regeln. Meist sind Strassengebühren und Transportkosten auf Fähren markant teurer. Zum Vorteil reicht hingegen, dass man in der Regel mehr Zuladung hat und daher grösser bauen kann und weniger auf das Gewicht achten muss. Je nachdem wie schwer das Fahrzeug schliesslich ist, muss auch ein LKW Führerschein gemacht werden.
Wir haben mehr Overlander getroffen welche von grossen auf kleinere Fahrzeuge gewechselt haben als umgekehrt.

Basismodell

Bleibt man auf Teerstrassen in gut entwickelten Ländern ist die Frage nach dem Basisfahrzeug weniger wichtig. Auf einer Route abseits der Hauptstrassen ist es von grossem Vorteil, zumindest ein robustes Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit zu haben. Auch ist es ein Vorteil kein allzu modernes Modell zu wählen, da dieses oft eine Technik verwendet, welche nicht oder nur schwer zu reparieren sind. Dies insbesondere in weniger gut entwickelten Ländern oder wo immer das Modell nicht verkauft wurde.
Muss es ein 4x4 sein? Jein, auch wenn man auf der Reise nicht unbedingt hard core Off-Road Strecken sucht, bietet ein Geländewagen zusätzliche Sicherheit, zum Beispiel wenn sich die Strassenbedingungen überraschend verschlechtern, sei es wegen Regen und Schnee oder weil die Strassenkarten die eigentlichen Strassenverhältnisse nicht offenbaren. Auch die „letzten 200m zum Traumübernachtungsplatz am See“ sind oft mit nicht geländegängigen oder grossen Fahrzeugen unerreichbar. Aber Geländewagen sind vor allem auch robuster und sind mit robusten Reifen ausgestattet, ein nicht zu verachtender Vorteil.

Je nach bereister Region muss man mit schlechter Treibstoffqualität rechnen, etwas mit dem moderne Motoren eher Probleme haben. Gleiches gilt für sehr grosse Höhen wie in den Anden und anderen Hochgebirgen. Moderne Motoren sind optimiert bis ca. 2500 müM, darüber funktioniert das Standard Motormanagement weniger optimal und schlimmsten Falls führt es z.B. zum Verstopfen des Partikelfilters und der Motor läuft wenn überhaupt noch, im Notprogramm. Ein weiteres "Dieselproblem" kann in Regionen auftauchen wo Treibstoff mit Eurodiesel Schwefelgehalt noch nicht erhältlich ist. Moderne Motoren kommen damit nicht oder nur mit Einschränkungen klar, da gilt es ebenfalls im Vorfeld zu klären ob die geplante Reiseregion  betroffen ist und das erwünschte Fahrzeug damit klarkommen würde. Gleiches gilt für die Verfügbarkeit von AdBlue auch wenn dieses zumindest in Grossstädten auch in weniger entwickelten Ländern immer öfter verfügbar ist.

Es lohnt sich vor einem Entscheid entsprechende Fachforen zu konsultieren um zu sehen wo Probleme zu erwarten sind und wie sich diese allenfalls vermeiden lassen.

Benzin oder Diesel? Nun Diesel hat ganz klar seine Vorteile. Der Treibstoff ist in der Regel günstiger, weniger feuergefährlich und der Verbrauch gleichzeitig kleiner, ein nicht unerheblicher Vorteil für das Reisebudget. Auch ist Diesel mindestens so gut verfügbar wie Benzin, mit wenigen Ausnahmen, z.B. im Nahen Osten. Auch bei der Reichweite wirkt sich der Minderverbrauch positiv aus, je nach Reiseroute ein wichtiges Argument.

Ein sehr altes Fahrzeug würde ich nur Leuten empfehlen welche das Gerät sehr gut kennen und selber Hand anlegen können, wenn auch alte Fahrzeuge meist mit Technik ausgestattet sind, welche auch im Busch reparierbar ist.

Wählt man einen LKW muss man sich im Klaren sein, dass der Betrieb und Unterhalt um einiges teurer wird. Der Treibstoffverbrauch kann gut und gerne doppelt so hoch sein. Reifen sind einiges teurer und Geländereifen oft nur schwer zu beschaffen unterwegs. Aber auch Betriebsmittel wie Öle sind teurer, da die benötigten Mengen meist viel grösser sind und auch Ersatzteile kosten meist einiges mehr.

Vor allem wenn man dann pro Jahr viele Kilometer abspult,  50‘000 Km sind je nach Route und verfügbarer Zeit nicht unüblich, schlagen sich die Kosten zu Buche. Reist man hingegen sehr langsam, sprich kleine Strecken pro Jahr, sind diese Argumente weniger gravierend.

Neu oder gebraucht kaufen oder grad selber bauen? 

Eine schwierige Frage. Bestimmte Varianten lassen sich aber gar nicht selber bauen, also bleibt kaufen. Nur, finde man überhaupt was man sucht? Kann man sich ein neues Fahrzeug leisten? Habe ich das Geschick und die Zeit den Ausbau selber zu wagen? Wie lange ist die Lieferfrist?

Viele Fragen und keine pauschale Antwort. Aber es macht sicher Sinn die Suche nach einem Fahrzeug möglichst früh zu starten und zu versuchen noch vor der grossen Reise eine Probereise von mindestens ein paar Wochen zu unternehmen. Es gibt wohl nichts schlimmeres, als wenn man endlich unterwegs ist, sich die Probleme häufen und Nerven wie Reisebudget strapaziert werden.

Auch wir hatten, und das obschon das Basisfahrzeug schon länger in unserem Besitz war, nach dem Umbau eine ausgedehnte Reise nach Marokko und danach auch noch nach Sardinien gemacht, bevor wir dann die zweijährige Panamericana Reise starteten. Bei uns gab es keine Überraschungen nicht zuletzt weil Azalai Kabinen auch zusammen mit Landcruiser damals schon seit 15 Jahren gebaut wurden. Da gab es natürlich keine Kinderkrankheiten zu befürchten.

Anders sieht das aus, wenn man sich ein Unikat selber baut oder bauen lässt. Es kann schon einiges nicht funktionieren oder versagen, wenn man sich ohne Erfahrungen an ein solches Projekt wagt. Auch Profifirmen haben nicht immer die die notwendigen Erfahrungen, umso wichtiger ist es sich schon im Vorfeld Referenzen einzuholen, so z.B. auf der jährlich stattfindenden Messe in Bad Kissingen. Nicht nur auf dem Messegelände bei den Anbietern, sondern vor allem auf den Campingwiesen sollte man reinschauen und mit den Besitzern reden.

Checkliste

Die folgenden Fragen sollte man sich beantworten bevor ein Entscheid fällt:

  • Wie gross ist mein Budget?
  • In welcher Region will ich wie lange Reisen?
  • Welche Topographie, Art von Strassen und welches Klima erwarten mich?
  • Wo und wie will/muss ich übernachten (Campingplatz, Wildnis, Parkplatz)?
  • Was habe ich für Ansprüche bezgl. Kochen und Sanitäreinrichtung?
  • Kann/will ich unter 3.5 t bleiben?
  • Will ich auch verschiffen, wenn ja wo/wie?
  • Auf welche Einrichtungen an Bord will ich auf keinen Fall verzichten?
  • Was sind die Ansprüche an die Autarkie (Treibstoff, Wasser, Strom, Ausrüstung)?